Jeromes Powell Amtszeit als Vorsitzender der Federal Reserve endet im Mai 2026, und die Suche nach seiner Nachfolge ist eine bedeutende makroökonomische Geschichte. Mehrere Kandidaten, jeweils mit unterschiedlichen geldpolitischen Ansichten, werden diskutiert. Die Führung der Fed ist entscheidend angesichts anhaltender Inflationsdruck, verlangsamender Wachstumsindikatoren und der Marktsensibilität gegenüber politischen Maßnahmen.

Mögliche Favoriten sind:
Kevin Hassett, ein Wirtschaftsberater im Weißen Haus, bekannt für seine dovishen Ansichten und die Befürwortung erheblicher Zinssenkungen.
Christopher Waller, ein Mitglied der Federal Reserve mit einem eher technokratischen Ruf, unterstützt vorsichtige Zinssenkungen, wenn die Daten es zulassen.
Kevin Warsh, ein ehemaliger Fed-Gouverneur, war historisch hawkish, zeigt aber in Reaktion auf Wachstumsbedenken Flexibilität.
Andere mögliche Kandidaten sind Gouverneure wie Michelle Bowman oder James Bullard, die unterschiedliche Tendenzen zu hawkish oder dovish haben.
Favorisierter Kandidat: Christopher Waller (am ausgewogensten und pragmatisch)
Wenn ich einen Kandidaten auswählen müsste, dessen Haltung am besten zur aktuellen makroökonomischen Lage passt, wäre es Christopher Waller. Er ist datengetrieben, offen für maßvolle Zinssenkungen, wenn sich die Wirtschaft abschwächt, und dennoch bereit, gegen Inflation vorzugehen, wenn diese ansteigt. Seine Erfolgsbilanz zeigt Flexibilität – er unterstützte die Zinserhöhung während Inflationsspitzen und lockerte vorsichtig, wenn sich die Bedingungen entspannten. Dieser Ansatz hilft, das Ansehen der Fed in Bezug auf Inflation zu bewahren, während gleichzeitig die Zeichen einer schwächeren Wachstumsentwicklung berücksichtigt werden. In der aktuellen Situation – Inflation über Ziel in bestimmten Sektoren, Abschwächung auf dem Arbeitsmarkt und anhaltende Marktschwankungen – ist dieses Gleichgewicht entscheidend.
Alternativer Kandidat: Kevin Hassett (dovish, wachstumsorientiert)
Vorteile: Aggressive Zinssenkungen könnten das Wachstum und die Liquidität fördern und kurzfristig Aktien, Risikoaktiva und Kryptowährungen anheben. Es könnte einen ersten Vertrauensschub für die Märkte geben, wenn Anleger lockere Geldpolitik als Untergrund für Wachstum wahrnehmen.
Nachteile: Die politische Ausrichtung wirft Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und der langfristigen Inflationsglaubwürdigkeit auf. Wenn die Inflation ansteigt, während die Politik weiterhin locker bleibt, könnten langfristige Anleihenrenditen stark steigen und Aktien nach anfänglicher Optimierung erneut Volatilität erfahren.
Kevin Warsh & andere Kandidaten (komplex/verschiedene Auswirkungen)
Warsh neigt historisch gesehen eher zu einer hawkishen Haltung, doch die aktuellen Bedingungen könnten ihn zu einer pragmatischen Lockerung bewegen. Sein Ansatz könnte Glaubwürdigkeit mit moderater Flexibilität verbinden und Inflationserwartungen sowie Wachstum ausbalancieren. Die Märkte könnten neutral reagieren und Vorhersehbarkeit gegenüber Extremen bevorzugen.