Autor des Artikels: Crypto Emergency
Anleger, die mit digitalen Vermögenswerten arbeiten, berichten von zunehmenden Schwierigkeiten bei der Erstellung von Steuererklärungen. Der Hauptgrund sind die rasant wachsende Aktivität in Blockchains und die Komplexität der Transaktionsstrukturen.
Diese Schwierigkeiten treten im Kontext des globalen regulatorischen Übergangs zu neuen Berichtspflichten für Krypto-Assets (CARF) auf, die Lücken im Steueraufsichtssystem schließen sollen.
Was die IRS von Haltern digitaler Vermögenswerte verlangt
Die US-Steuerbehörde (IRS) betrachtet digitale Vermögenswerte als Sachvermögen und verlangt die Angabe von Einkünften und Gewinnen aus Kapitalerträgen. Dies gilt für Käufe und Verkäufe, Zahlungen für Dienstleistungen, Staking, Airdrops und andere Transaktionen.
Wichtig: Das reine Halten von Kryptowährungen ist kein steuerpflichtiges Ereignis. Die Verpflichtung entsteht erst bei der Veräußerung des Vermögens – wenn der Anleger Geld oder eine andere Kryptowährung erhält und somit einen Gewinn realisiert.
Die IRS betont, dass die meisten Einkommensarten steuerpflichtig sind. Fehler in der Berichterstattung können Zinsen und Strafen nach sich ziehen. Für das Jahr 2026 beträgt der Standardfrist für die Abgabe der Erklärung der 15. April, mit der Möglichkeit einer Verlängerung bis zum 15. Oktober (jedoch ohne Stundung der Steuerzahlung).
Technische Herausforderungen für aktive Händler
Trotz der formalen Klarheit der Gesetze bleibt die praktische Umsetzung äußerst aufwendig. Anlegern mit einer großen Anzahl von Transaktionen müssen Daten aus zentralisierten und dezentralen Börsen, Brücken, Liquiditäts-Pools und zahlreichen Wallets berücksichtigen.
Fehler bei der Klassifizierung von Transaktionen oder bei der Berechnung des Anschaffungswerts können die endgültige Steuerbasis erheblich verfälschen. Steuerberechnungsdienste weisen darauf hin: Die Verantwortung für die Richtigkeit der Daten liegt vollständig beim Anleger.
Besonders akut ist das Problem für Hochfrequenztrader. Ein Anleger unter dem Pseudonym Crypto Safe berichtete über mehr als 17.000 Transaktionen in verschiedenen Blockchains im Jahr 2025. Laut seiner Aussage kann die Software die Transaktionsgeschichte erfassen, kann aber die Steuern ohne manuelle Überprüfung nicht korrekt berechnen.
Letztendlich entschied er sich, Steuern zu zahlen, basierend auf den Beträgen, die auf das Bankkonto ausgezahlt wurden – was zu einer Überzahlung von 15.000 bis 30.000 US-Dollar führt. Andere Marktteilnehmer bestätigen, dass sie jahrelang Steuern überzahlen, da eine genaue Buchführung nicht möglich ist.
CARF: Beginn der globalen Ära der umfassenden Berichterstattung
Das Jahr 2026 wurde für die internationale Regulierung von Krypto-Assets entscheidend. Seit dem 1. Januar haben 48 Rechtsordnungen die Einführung des Standards CARF begonnen, der Dienstleister verpflichtet, erweiterte Kundendaten zu sammeln und deren steuerliche Ansässigkeit zu überprüfen.
Unternehmen müssen jährlich Daten zu Kontoständen und Transaktionen an die Steuerbehörden übermitteln, woraufhin die Informationen automatisch zwischen Ländern ausgetauscht werden. Bisher haben sich bereits Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Japan, Südkorea und Brasilien der Initiative angeschlossen. Die USA, Kanada und Australien planen, später beizutreten.
Insgesamt haben 75 Rechtsordnungen die Einführung von CARF übernommen, doch die Neuerung hat Kritik hervorgerufen. Experten weisen darauf hin, dass die umfangreiche Datensammlung die Privatsphäre beeinträchtigt und die Kluft zwischen den Erwartungen der Aufsichtsbehörden und den tatsächlichen Möglichkeiten der Anleger, die Anforderungen zu erfüllen, vergrößert.
Während die Staaten die Infrastruktur für die globale Berichterstattung aufbauen, arbeiten die Nutzer weiterhin mit Werkzeugen, die die Volumina der modernen Multichain-Operationen nicht bewältigen können.
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