Im Inneren der 1-Billion-Dollar-IRGC-Kryptowährungs-Pipeline, die im Vereinigten Königreich versteckt war
TRM Labs hat einen beeindruckenden Fall einer heimlichen Finanzinfrastruktur aufgedeckt, die offenbar in Erscheinung trat: zwei im Vereinigten Königreich registrierte Kryptowährungsbörsen – Zedcex und Zedxion – verarbeiteten stillschweigend fast eine Milliarde USDT für den iranischen Islamischen Revolutionsgarden (IRGC). Obwohl sie sich als gewöhnliche Handelsplattformen präsentierten und wiederholt „inaktive“ Konten im Vereinigten Königreich angemeldet hatten, funktionierte die Börse als ein einheitliches System, das tief in den langjährigen Sanktionsumgehungsekosystem des Irans verankert war.
Laut der Analyse von TRM machten IRGC-verknüpfte Transaktionen bis zu 87 % der gesamten Aktivität im Jahr 2024 aus. Die juristische Spur führt zu dem sanktionierten Finanzier Babak Zanjani, dessen frühere Beteiligung am Geldwäsche von Milliarden für iranische Regierungsorganisationen belegt, dass es sich hierbei nicht um zufällige Missbrauch von Kryptowährungs-Netzwerken handelte, sondern um ein staatlich gesteuertes Finanznetzwerk, das sich an Stablecoins angepasst hat.
Der Bericht hebt auch direkte Überweisungen – ohne Vermittler – an einen von den USA sanktionierten Huthi-Finanzier hervor, was zeigt, dass die Börsen als operative Zahlungswege fungierten und nicht nur zufällige Berührungspunkte waren. Da der Großteil der Aktivitäten in USDT auf TRON abgewickelt wurde, zeigt der Fall, wie tief sanktionierte Akteure mittlerweile in die Mainstream-Stablecoin-Märkte integriert sind.
Für Aufsichtsbehörden und die Branche ergeben sich dringende Fragen bezüglich der echten Eigentümer, ausländischer Unternehmenshüllen und des wachsenden Risikos, dass gesamte Kryptowährungsplattformen von sanktionierten Organisationen aufgebaut und kontrolliert werden.
