Trump's Äußerungen zu Venezuela offenbaren ein auffälliges Muster von US-Einseitigkeit, das sowohl konstitutionelle Normen als auch die internationale Ordnung nach dem Zweiten Weltkrieg herausfordert. Indem er behauptet, die Operation habe zum Ziel, Öl zu nutzen und Öl zu nehmen, signalisiert er eine Abkehr von der herkömmlichen Diplomatie und eine Verachtung des Völkerrechts.
Experten aller Fachrichtungen, von Vincent Chetail bis Kate Vigneswaran, verurteilen den Überfall als Verletzung der Souveränität und als Aggressionsakt und warnen vor einer gefährlichen Präzedenz. Europa und andere Alliierte sind verwirrt und spiegeln eine wachsende Enttäuschung mit der US-Führung wider.
Die Operation veranschaulicht einen weiteren Trend, der die exekutive Diskretion gegenüber multilateralen Normen bevorzugt, die Stabilisierung internationaler Institutionen gefährdet, andere Staaten ermutigt, aggressive Politiken zu verfolgen, und Jahrzehnte lang angelegte Konfliktverhütung und Zusammenarbeit untergräbt. Historische Parallelen in Lateinamerika unterstreichen die langfristigen Gefahren solcher Interventionen.
Inland wird die Macht in der Exekutive zentralisiert, während konstitutionelle und rechtliche Beschränkungen außer Acht gelassen werden, was systemische Risiken verstärkt. Analysten warnen, dass dieser Ansatz die globale Politik in ein Zeitalter der "Macht macht Recht" zurückführen könnte und die internationale Stabilität sowie die liberale Ordnung gefährdet.
Kurz gesagt, Trumps Aktionen in Venezuela sind nicht nur eine geopolitische Manöver, sondern symbolisieren eine Bedrohung für das globale rechtsbasierte System, die zeigt, dass die Ignorierung des Völkerrechts zwar kurzfristige Vorteile bringen kann, aber katastrophale langfristige Folgen mit sich bringt.


