Januar 2026 – Makro-Update:
Nickel stieg in einer einzigen Woche um mehr als 10 %, getrieben von starkem Short-Überdeckung und steigenden Versorgungsbedenken.
Kupfer erlebte ebenfalls eine aggressive Rallye, da Angst vor Zöllen zu Lagerhaltung führte und die Preise auf ein historisches Hoch über 13.387 US-Dollar pro Tonne trieb.
Gleichzeitig bewerten die Märkte die Möglichkeit, dass Venezuela in die globale Ölförderkette zurückkehrt, was kurzfristigen Druck auf die Ölpreise ausübt.
Wenn die Ölpreise stabil bleiben, könnte der Kern-Verbraucherpreisindex (CPI) um zusätzliche 0,3 %–0,5 % sinken, während die Kerninflation in den Daten für Februar–März um 0,1 %–0,2 % zurückgehen könnte.
Für risikobehaftete Anlagen wie Kryptowährungen und Aktien bedeutet dies eine signifikante makroökonomische Unterstützung, insbesondere wenn die Federal Reserve eine eher dovishere Haltung einnimmt.
Marktregime-Wechsel:
Das Aktienmarktregime 2025 war von den „Magnificent Seven“ dominiert, wobei die zehn Top-Aktien 53 % des jährlichen Ertrags des S&P 500 ausmachten.
Mit Beginn von 2026 kehrt sich dieses Regime um. Kapital fließt von überlaufenen, hochbewerteten Titeln weg hin zu defensiven und unterbewerteten Anlagen.
Ein zentrales Beispiel ist China, wo der Shanghai Composite bereits 13 aufeinanderfolgende Sitzungen lang stieg und damit eine breitere Trendwende hin zu Wert und Mittelwert-Reversion signalisiert.
Kryptowährung & Makro:
Am 6. Januar reichte Morgan Stanley beim SEC einen Antrag für einen Bitcoin-Trust und einen Solana-Trust ein, was den Beginn eines möglichen Wettlaufs um Kryptowährung-ETFs unter Führung von Wall Street markiert. Dies könnte über die Zeit eine nachhaltige passive Nachfrage auslösen.
Gleichzeitig verstärkt sich die politische Instabilität in Lateinamerika, was die Attraktivität von Bitcoin als nichtstaatliche Wertanlage erhöht, unterstützt durch Erwartungen an eine eher accommodierende Zentralbankpolitik.
Wichtiger Risikofaktor:
Die US-Regierung steht erneut vor der Gefahr einer Regierungsschließung rund um den 30. Januar, was das allgemeine Risikobewusstsein der Märkte auf die Probe stellen könnte.
Zusammenfassung: Rohstoffe steigen stark, die Marktführung wechselt von den Mag7 hin zu Werten, Wall Street beschleunigt die Kryptowährungsaufnahme, niedrigere Ölpreise könnten die Inflation entlasten, und Januar entwickelt sich zu einem volatilen makroökonomischen Monat.
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