Vitalik Buterin zieht erneut eine klare Linie zwischen der langfristigen Vision von #Ethereum und dem größtenteils von Venture Capital getriebenen Crypto-Narrativ von heute. In jüngsten Kommentaren argumentierte der Ethereum-Gründer, dass das aktuelle Stablecoin-Modell strukturell fragil sei, hauptsächlich weil es eng mit dem US-Dollar verknüpft ist und von Systemen abhängt, die nicht vollständig dezentralisiert sind.
Buterin nannte drei zentrale Probleme. Erstens erben Dollar-gebundene Stablecoins langfristige Risiken, die mit Inflation, Geldpolitik und potenzieller Instabilität des US-Dollars verbunden sind. Zweitens sind viele Oracle-Systeme, die DeFi-Systeme mit Preisdaten versorgen, weiterhin anfällig für Kapitalkonzentration und Manipulation, was die Vertrauensannahmen schwächt. Drittens schaffen die Staking-Renditen von Ethereum selbst ein Dilemma: Während $ETH attraktive Renditen bieten, gibt es weniger Anreiz, Wert in dezentrale Stablecoin-Designs zu sperren.
Anstatt auf Casino-artige DeFi, verwahrende „Crypto-Banken“ oder VC-finanzierte Abkürzungen zu setzen, betonte Buterin, dass Ethereum auf Resilienz, Dezentralisierung und Benutzerhoheit setzt. Er erkannte an, dass es keine einfache Lösung gibt – die Anpassung der Staking-Renditen, die Neugestaltung von Sicherheiten oder die Verbesserung der Dezentralisierung von Oracle-Systemen bergen alle Risiken –, machte aber deutlich, dass Ethereum sich für einen schwierigeren, langsameren Weg entscheidet, der Dauerhaftigkeit statt Hype Priorität gibt.
