Hat Trump Druck auf die Zinssätze der Zentralbank die US-Notenbankchefin Jerome Powell in eine Krise getrieben?

Hervorhebungen

  • Der Notenbankchef Jerome Powell wirft der DOJ vor, rechtliche Drohungen zu nutzen, um die Notenbank bei Zinsentscheidungen zu beeinflussen

  • Die Untersuchung folgte kurz nachdem die Zentralbank die Forderungen des Präsidenten nach Zinssenkung ignorierte

  • Experten warn, dass dies die Unabhängigkeit der Zentralbank in den USA schwächen könnte.

Was passiert hier?

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, hat die Justizbehörde (DOJ) öffentlich beschuldigt, ihn mit einer strafrechtlichen Verfolgung zu bedrohen, um die US-Notenbank bei Zinsentscheidungen zu beeinflussen.

Am 11. Januar 2026 bestätigte Powell, dass die DOJ Großjuryanfragen im Zusammenhang mit seiner Aussage vor dem Kongress im Juni 2025 über eine Renovierung der Federal Reserve-Gebäude im Wert von 2,5 Milliarden US-Dollar ausgestellt hat.

Während die Untersuchung offiziell mit dieser Aussage verbunden ist, sagt Powell, dass der Fall wenig mit Baukosten zu tun hat und viel mehr mit politischem Druck hinsichtlich der Geldpolitik zu tun hat.

U.S. Federal Reserve Chair Jerome Powell Quelle: Offizielle X

Wen genau beschuldigt Powell tatsächlich der Regierung?

Powell äußerte sich ungewöhnlich direkt und sagte, die strafrechtliche Drohung sei ein „Vorwand“ und der eigentliche Grund sei die Vergeltung für die Weigerung der Fed, den Forderungen von Präsident Trump nach einer Senkung der Zinssätze nachzukommen.

Laut Powell nutzt die Regierung das Rechtssystem als Mittel der Einschüchterung, um die Entscheidungen der Zentralbank bei der Zinssatzfestlegung zu beeinflussen.

Dies ist das erste Mal, dass ein amtierender Fed-Chef die Exekutive offen beschuldigt, strafrechtliche Verfolgung als Instrument zur Kontrolle der Geldpolitik zu missbrauchen.

What Powell is actually accusing the government of?Quelle: X

Warum spielen Zinssätze hier eine Rolle?

Zinssätze beeinflussen alles von Inflation und Beschäftigung bis hin zu den Kosten der Staatsverschuldung. Präsident Trump hat wiederholt die Fed aufgefordert, die Zinssätze deutlich zu senken, und argumentiert, dass niedrigere Zinssätze das Wachstum fördern und die Kosten für die Tilgung der staatlichen Schulden senken würden.

Allerdings beschloss das Federal Open Market Committee (FOMC) am 18. Dezember 2025, die Zinssätze stabil zu halten, da wirtschaftliche Daten und Inflationsrisiken dies nahelegten. Nur 21 Tage später wurden die DOJ-Anfragen ausgestellt – was die Befürchtung nährte, dass die Untersuchung mit dieser Entscheidung zusammenhängt.

President Trump has repeatedly pushed the Fed Chair in crisesQuelle: X

Warum ist das so wichtig?

Die Federal Reserve wurde seit ihrer Gründung 1913 unabhängig von politischer Macht gestaltet. Die Unabhängigkeit der Zentralbank gilt als entscheidend für eine stabile Wirtschaftspolitik und verhindert, dass kurzfristige politische Ziele die Zinssatzentscheidungen bestimmen.

Wenn ein Präsident die Fed durch rechtliche Drohungen beeinflussen könnte, warnen Experten, könnte dies die Unabhängigkeit dauerhaft schwächen – nicht durch Gesetze, sondern durch Angst.

Was sagte Powell eindeutig?

Jerome erklärte klar, dass die Drohung mit strafrechtlichen Konsequenzen eine Folge der Festlegung der Zinssätze durch den Bundesstaat auf Basis von Beweisen und wirtschaftlichen Bedingungen ist, nicht auf Basis der Präferenzen des Präsidenten.

Er betonte, dass es hier darum geht, ob die Geldpolitik von Fakten oder von politischer Einschüchterung geleitet wird. Er sagte auch, dass er weiterhin die Aufgabe erfüllen werde, für die er vom Senat bestätigt wurde, „mit Integrität“.

  • Wenn Powell nachgibt, könnten die Zinssätze der Fed auf die Forderungen des Weißen Hauses abgestimmt werden – ein gefährliches Präzedenzfall für zukünftige Chefs.

  • Wenn er widersteht, könnte er strafrechtlich verfolgt oder entlassen werden, mit einem komplizierteren Ersatz. In beiden Fällen besteht die Gefahr, dass die Unabhängigkeit der Fed untergraben wird.

Markt- und politische Reaktion

Die Märkte reagierten schnell. Aktien-Futures fielen, der Dollar schwächte sich leicht ab und die Volatilität stieg. Politisch gingen die Bedenken über die Parteigrenzen hinweg. Der republikanische Senator Thom Tillis bezweifelte die Glaubwürdigkeit der DOJ, während andere vor einer Übergriffigkeit der Exekutive warnten.

Warum sagen Menschen, dass „die meisten es noch nicht merken werden“?

Da das Thema als Untersuchung über eine Gebäudeerweiterung präsentiert wird, könnten viele den tieferen Hintergrund übersehen. Doch Analysten warnen, dass dies eine der bedeutendsten Veränderungen in der US-Geldpolitik seit über einem Jahrhundert darstellen könnte – deren Folgen möglicherweise erst Monate später deutlich werden.

Fazit

Jeromes Aussage signalisiert eine ernsthafte Bedrohung der Unabhängigkeit der Federal Reserve und wirft Bedenken auf, dass politischer Druck und rechtliche Einschüchterung die Art und Weise, wie die US-Geldpolitik festgelegt wird, verändern könnten.

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