Südkorea hebt Unternehmens-Crypto-Investitionsverbot auf
Der Finanzaufsichtsrat Südkoreas (FSC) hat das neunjährige Verbot von Unternehmens-Crypto-Investitionen offiziell beendet, das ab dem 12. Januar 2026 für börsennotierte Unternehmen und professionelle Anleger gilt. Dieser Schritt ist Teil der Regierungskonzeption der „Wirtschaftswachstumsstrategie 2026“, um die institutionelle Beteiligung am Markt für digitale Vermögenswerte zu fördern.
Neue Richtlinien für Unternehmensinvestitionen
Unter dem neuen Regulierungsrahmen dürfen berechtigte Unternehmen in digitale Vermögenswerte investieren, unter Berücksichtigung bestimmter Grenzen und Bedingungen.
Investitionsmaximum: Unternehmen können jährlich bis zu 5 % ihres Gesamteigenkapitals investieren.
Zulässige Vermögenswerte: Die Investitionen sind auf die 20 größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung beschränkt, wie sie an Südkoreas fünf größten regulierten Börsen gehandelt werden.
Beteiligte Unternehmen: Die Änderung der Politik wird voraussichtlich rund 3.500 Unternehmen, darunter börsennotierte Unternehmen und registrierte professionelle Anlagegesellschaften, den Marktzugang ermöglichen.
Umsetzungszeitplan: Obwohl die Richtlinien finalisiert sind, wird erwartet, dass der Handel von Unternehmen bis Ende 2026 beginnen wird, in Übereinstimmung mit der Einführung des Digital-Asset-Grundgesetzes im ersten Quartal 2025.
Marktbedingungen
Das frühere Verbot, das 2017 aufgrund von Bedenken hinsichtlich spekulativen Handels und Geldwäsche eingeführt wurde, hatte den südkoreanischen Kryptomarkt hauptsächlich auf Privatanleger beschränkt. Dies führte zu erheblichen Kapitalabflüssen, da heimische Unternehmen nach außereuropäischen Investitionsmöglichkeiten suchten.
Branchenakteure gehen davon aus, dass die Wiederaufnahme der Investitionen die institutionelle Beteiligung stärken wird und möglicherweise die Entwicklung einer won-basierten Stablecoin sowie inländischer Spot-Bitcoin-Exchange-Traded-Funds (ETFs) beschleunigen wird. Einige Marktakteure argumentieren jedoch, dass die Obergrenze von 5 % für Unternehmensinvestitionen im Vergleich zu anderen Regionen wie den USA, Japan und der EU zu konservativ sei, da diese derzeit keine solchen Beschränkungen für Unternehmens-Crypto-Haltungen vorsehen.
