$BTC wächst nicht auf guten Nachrichten, nicht weil die Wirtschaft darauf keinen Einfluss hat, sondern weil der Markt bereits mit Erwartungen lebt und auf echtes Geld wartet. Inflationssenkung, Gespräche über eine zukünftige Erleichterung der Politik der Fed und positive Makrodaten sind bereits in den Kurs eingepreist.

Der Markt muss derzeit nicht wachsen – er muss lediglich das Niveau halten. Diesen Blickwinkel teilte der Blogger Coin22 in seinem neuen Video.

Die Inflation verlangsamt sich, aber der Markt blickt nach vorn

Mitte Januar erhalten die Märkte die ersten wichtigen Daten zur Inflation in den USA für Dezember. Die offiziellen CPI-Zahlen werden verzögert veröffentlicht, aber alternative Dienste wie Trueflation zeigen bereits heute einen Wert von etwa 1,9 % – unter dem Ziel der Fed.

Der Unterschied erklärt sich durch die Methodik. Trueflation basiert auf zehn Millionen echten Preisen aus zahlreichen Quellen und aktualisiert die Daten fast in Echtzeit. Die offizielle Statistik hängt stärker von Mieten und Gesundheitskosten ab, bei denen Preisrückgänge langsamer verlaufen. Dadurch erfassen alternative Berechnungen die Verlangsamung der Inflation schneller, während staatliche Daten diesen Prozess lediglich nachholen.

Wenn die Inflation tatsächlich weiter sinkt, wird der Druck auf die Fed, die Zinssätze zu senken, nur zunehmen. Für den Kryptomarkt ist dies ein positiver Faktor, aber kein sofortiger Auslöser für einen Anstieg.

Warum bleibt Bitcoin bei guten Zahlen stehen

Viele Anleger sind enttäuscht: Die Inflation sinkt, die Arbeitslosigkeit steigt, die Zinssätze werden früher oder später gesenkt, und Bitcoin bleibt bei etwa 90.000 US-Dollar stecken. Daraus ergibt sich der verbreitete Schluss, dass die Wirtschaft keine Rolle spielt und der Markt vollständig manipuliert ist.

Coin22 hält diesen Ansatz für falsch. Wirtschaftsberichte sind kein Kaufknopf. Der Markt handelt mit der Zukunft, nicht mit der Vergangenheit. Bis die CPI-Zahlen oder die Beschäftigungsdaten veröffentlicht werden, sind die Szenarien bereits lange diskutiert, die Erwartungen geformt und das Kapital umverteilt. Daher ruft ein positiver Bericht oft keine plötzliche Bewegung hervor – er bestätigt lediglich bereits in den Kursen enthaltene Szenarien.

Erwartungen gibt es, aber noch fehlt die Liquidität

Der Hauptgrund für die aktuelle Stagnation ist einfach: Preiserhöhungen werden nicht durch Erwartungen und Glauben angetrieben, sondern durch Geld. Derzeit sind die makroökonomischen Erwartungen für den Kryptomarkt insgesamt günstig, aber in der System gibt es keine Überschussliquidität. Das Geld ist nicht billig, die Zinssätze sind hoch, und großem Kapital ist es nicht nötig, aus Angst vor Verlusten sofort in Risiko zu investieren.

In einer solchen Umgebung muss der Markt nicht wachsen. Er hält das Niveau, verteilt Positionen und absorbiert Volumen. Die Konsolidierung von Bitcoin nach einem starken Anstieg ohne Euphorie, Panik oder Massenliquidation ist ein Zeichen für Stabilität, nicht für Schwäche.

Manipulationen existieren, aber die Richtung wird von der Makroökonomie bestimmt

Manipulationen auf dem Kryptomarkt sind real, aber sie entkräften nicht die wirtschaftliche Logik. Große Akteure arbeiten mit Liquidität, eliminieren schwache Positionen und beschleunigen Bewegungen, aber sie bestimmen die Richtung nicht aus dem Nichts. Die Richtung wird durch die Rahmenbedingungen vorgegeben: Zinssätze, Geldverfügbarkeit und die allgemeine Risikobereitschaft.

Wenn die Wirtschaft keine Rolle spielte, gäbe es keine Konjunkturzyklen. Bitcoin würde nicht fallen, wenn die Politik plötzlich verschärft würde, und auch nicht steigen, wenn Erwartungen auf eine Lockerung bestünden.

Die Geschichte von 2022 bis 2024 erklärt alles

Im Jahr 2022 führte der schnelle Anstieg der Zinssätze der Fed von fast null auf 5,5 % zu einer Verengung der Liquidität und einem Rückgang des Bitcoin um etwa 75 %. Im Jahr 2023 begann der Aufschwung nicht aufgrund des Startens der Druckerpresse, sondern weil der Markt erkannte: Es kann nicht schlimmer werden. Der bloße Stopp der Verschärfung wurde zum Signal für die Rückkehr zu Risiko.

Im Jahr 2024 setzte sich der Aufschwung fort, aber ohne wahnsinnige Euphorie. Es war eine Erholung und Neubewertung nach starker Überverkauf, kein klassischer Anstieg auf billigen Geldern. Deshalb begleiteten die Bewegungen lange Konsolidierungen und kein allumfassender Alt-Season.

Der eigentliche Effekt der Liquidität setzt später ein – wenn die Zinssätze sinken, sinken auch die Renditen, und Kapital beginnt nicht nur, in Risiko zurückzukehren, sondern aktiv nach Rendite zu suchen.

Der Hauptbefund

Die Wirtschaft beeinflusst den Kryptomarkt tatsächlich, aber nicht so, wie viele erwarten. Gute Berichte müssen nicht unbedingt zu einem Anstieg am Tag der Veröffentlichung führen. Sie formen Erwartungen, senken das Risiko und schaffen die Grundlage für zukünftige Bewegungen.

Wenn die makroökonomische Umgebung negativ wäre, würde Bitcoin die aktuellen Niveaus nicht halten können. Die Stagnation nach positiven Daten ist kein Zeichen für einen kaputten Markt, sondern ein Stadium der Ansammlung des Effekts.

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