Die meisten Kontoschließungen in den USA – ein Phänomen, das als Debanking bekannt ist – werden laut einem neuen Bericht des Cato Institute stärker durch staatlichen Druck als durch private Vorurteile beeinflusst. Die Analyse zeigt, dass der Einfluss der Bundesbehörden auf Finanzinstitute weitaus größer ist, als allgemein angenommen wird.

Was ist Debanking?

Debanking bezeichnet die plötzliche und oft unerklärliche Kündigung von Konten – nicht nur durch Banken, sondern auch durch Genossenschaftsbanken, Kryptowährungsbörsen, Zahlungs-Apps und andere Finanzinstitutionen.

Ökonom Nicholas Anthony erklärt, dass Entbankung typischerweise aus einem von drei Gründen erfolgt:

🔹 Auf betriebliche Gründe, beispielsweise wenn die Bank den Kunden nicht mehr bedienen möchte

🔹 Auf ideologische Motive, beispielsweise religiöse oder politische Überzeugungen

🔹 Auf staatlichen Druck, sei es direkter oder indirekter Art

Laut Anthony stellt diese dritte Kategorie – staatlich veranlasste Schließungen – die größte Bedrohung dar.

Verborgene Hand: Wie Washington Kontoschließungen beeinflusst

Der Cato Institute warnt davor, dass US-Behörden finanzielle Institutionen oft hinter den Kulissen beeinflussen und sie dazu drängen, bestimmte Kunden zu entlassen. Obwohl diese Schließungen oft freiwillig erscheinen, sind sie häufig auf Druck durch Bundesbehörden zurückzuführen.

Wichtige Erkenntnisse sind:

🔹 72 % der Konservativen glauben, dass das eigentliche Problem in staatlichem Übergriff liegt

🔹 Diese öffentliche Meinung beeinflusst bereits die Bundespolitik, insbesondere während der Amtszeit von Präsident Trump, der Erklärungen zur Entbankung erließ und pro-Kryptowährungs-Experten in Behörden wie der SEC ernannte

Gesetzliche Reform vorgeschlagen

Anthony argumentiert, dass das derzeitige System Banken in unoffizielle Vollzugsorgane von Bundesbehörden verwandelt und sie dazu anreizt, Beziehungen zu Kunden zu beenden, um regulatorische Risiken zu minimieren.

Er schlägt drei große Reformen vor:

🔹 Aufhebung der Geheimhaltungsregeln, die Banken daran hindern, Kontoschließungen zu erklären

🔹 Beseitigung der Reputationsschutzvorschriften

🔹 Reform des Bank Secrecy Act, um Verbraucher vor willkürlicher Entbankung zu schützen

Die Krypto-Industrie im Fokus

Die Krypto-Branche ist besonders anfällig für Entbankung. Viele Unternehmen sind plötzlich aus dem traditionellen Bankensystem ausgeschlossen worden – oft ohne Vorwarnung oder Begründung.

Anthony zitiert ein Beispiel, bei dem die FDIC (Federal Deposit Insurance Corporation) angeblich private Briefe an Banken verschickte, in denen ihnen angeordnet wurde, kryptobasierte Aktivitäten einzustellen – ohne Zeitplan, Treffen oder Erklärungen. In der Praxis fungierten diese Briefe als „Kündigungsanordnungen“.

Er verweist auch auf einen Vorfall aus dem Jahr 2015, bei dem Zahlungsübertragungsunternehmen, die Somalia dienten, nach einer Razzia der US-Behörden gegen mutmaßliche Geldwäsche plötzlich aus dem Bankensystem ausgeschlossen wurden.

Widerstand aus der Gemeinschaft & Anschuldigungen gegen JPMorgan

In einem Dezember-Interview mit Fox News bestreitet JPMorgan-Chef Jamie Dimon Behauptungen, das Bank habe Kundenguthaben aufgrund religiöser oder politischer Überzeugungen geschlossen. Seine Aussage folgte Anschuldigungen von Jack Mallers (CEO der Bitcoin-Lightning-App Strike) und Houston Morgan, die angaben, ihre persönlichen Konten seien ohne Erklärung geschlossen worden.

Fazit: Die unsichtbare Hand des Staates

Der Bericht des Cato Institute zeichnet ein beunruhigendes Bild: Die finanzielle Freiheit in den USA wird zunehmend durch staatliche Eingriffe geprägt, nicht durch Marktkräfte.

Anthony schließt ab:

„Wenn das Kongress nicht handelt, wird die Entbankung zu einem mächtigen Instrument – nicht nur gegen Kryptowährungen, sondern auch gegen das grundlegende Prinzip freien Zugangs zu Finanzdienstleistungen.“

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