Der Technologiekonzern Microsoft warnt davor, dass China die Vereinigten Staaten im globalen Wettlauf um die Vorherrschaft in künstlicher Intelligenz überholen könnte. Laut Microsoft-Präsident Brad Smith nutzt China staatliche Subventionen, Open-Source-Software und strategischen Einfluss in aufstrebenden Regionen wie Afrika, Russland, Belarus und anderen – wodurch es einen deutlichen Vorteil gegenüber westlichen Unternehmen wie OpenAI, Google oder Anthropic erlangt.
China erweitert seine KI-Modelle weltweit im Globalen Süden
Smith weist darauf hin, dass das chinesische KI-Modell DeepSeek R1 innerhalb von nur einem Jahr eine dominierende Position in mehreren entscheidenden Regionen erlangt hat – Gebiete, die für US-Unternehmen oft aufgrund von Sanktionen oder Preisgestaltung unerreichbar sind. Laut neuen Daten besitzt DeepSeek nun:
🔹 56 % des KI-Marktes in Weißrussland
🔹 49 % in Kuba
🔹 43 % in Russland
🔹 18 % in Äthiopien
🔹 17 % in Simbabwe
Der entscheidende Faktor? Niedrige Kosten und offener Zugang. Entwickler können diese Systeme leicht anpassen, erweitern oder in lokale Projekte integrieren. Im Gegensatz dazu erfordern westliche Modelle oft kostenpflichtige Abonnements, komplexe Infrastruktur und ständige Cloud-Verbindungen.
"Es geht nicht mehr nur um die USA gegen China, sondern um Offenheit gegen Kontrolle"
Smith sagte, DeepSeek sei ein Paradebeispiel dafür, wie staatliche Subventionen das Spiel verändern. "China hat jetzt mehr als ein wettbewerbsfähiges Open-Source-Modell. Diese Subventionen ermöglichen es ihnen, jeden amerikanischen Konkurrenten preislich zu unterbieten", fügte er hinzu.
Kritik richtet sich auch auf die wachsende globale Ungleichheit. Während 24 % der Menschen im globalen Norden KI nutzen, tun es nur 14 % im globalen Süden. Der globale Durchschnitt liegt bei 16 %, was Smith zufolge zeigt, dass "die USA nicht nur die technologische Führung, sondern auch das Vertrauen der Entwicklungsländer verlieren könnten."
Microsoft drängt Regierungen zur Unterstützung von Infrastruktur und Bildung
Smith rief öffentliche Institutionen dazu auf, sich nicht allein auf private Investitionen zu verlassen. Er schlug vor, dass Entwicklungsbanken und Kreditagenturen mit der Finanzierung von Rechenzentren und Energieinfrastruktur, insbesondere in Afrika, beginnen sollten.
Der ghanaische Analyst Bright Simons vom IMANI Think Tank unterstützte Smiths Warnung: "Afrika kann nicht mit abgeschlossenen Systemen leben. Lokale Entwickler müssen entweder mit Meta's Llama oder chinesischen KI-Modellen arbeiten. Es gibt keine andere Wahl." Er hob auch aufstrebende afrikanische Projekte wie Masakhane und InkubaLM aus Südafrika hervor.
"Afrika zu ignorieren, heißt, die Zukunft zu ignorieren", sagt Microsoft
Laut Microsoft ist Afrika nicht nur entscheidend für die Entwicklung – es ist auch zentral für die Zukunft der KI selbst. Wenn der Westen sich nur auf reife Märkte konzentriert, öffnet er den Weg für chinesische Technologien.
"Wenn US-Unternehmen und westliche Regierungen Afrika ignorieren, schließen sie ihre Augen gegenüber der Zukunft der Welt", warnte Smith.
Während OpenAI und andere Unternehmen sich auf Premium-Märkte konzentrieren, bereitet DeepSeek ein neues Modell vor, das noch mehr Effizienz zu niedrigeren Kosten verspricht. Sein Release wird kurz vor dem chinesischen Neujahrsfest erwartet – und Silicon Valley spürt bereits den Druck.
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