Bundesrichter stellt die Aktion gegen Kalshi in Tennessee vorläufig ein
Eine bedeutende Entwicklung im sich schnell entwickelnden Bereich der Prognosemärkte: Ein Bundesrichter hat vorläufig verhindert, dass die Aufsichtsbehörden von Tennessee ihre Unterlassungsaufforderung gegen Kalshi durchsetzen können. Die Entscheidung erfolgt nur wenige Tage nachdem der Staat eine der aggressivsten Säuberungsaktionen bisher durchgeführt hatte, bei der Kalshi, Polymarket und Crypto.com aufgefordert wurden, Verträge zu Sportereignissen einzustellen, offene Positionen aufzuheben und Nutzern Geld zurückzuerstatten.
Richterin Aleta Trauger erließ eine vorläufige einstweilige Verfügung, die verhindert, dass Tennessee seine Gesetze über Glücksspiel und Sportwetten anwendet, während der Fall weitergeht. Das Gericht stellte fest, dass Kalshi wahrscheinlich Erfolg bei der Begründung haben wird, dass es als von der CFTC regulierter, zugelassener Terminmarkt unter ausschließlicher federaler Aufsicht steht.
Diese Aussetzung gibt Kalshi die Möglichkeit, weiterhin im Bundesstaat zu operieren, während ein umfassender Rechtsstreit weiterläuft – ein Streit, der entscheiden könnte, ob Verträge zu Sportereignissen als bundesrechtlich geschützte Derivate gelten oder als unerlaubtes Glücksspiel unter staatliche Aufsicht fallen. Da sich widersprüchliche Urteile landesweit herausbilden, könnte der Fall in Tennessee ein weiterer entscheidender Moment für die Branche werden.