US-Präsident Donald Trump sagte am Dienstag, große Technologieunternehmen sollten die Stromkosten ihrer Rechenzentren vollständig übernehmen, die die schnelle Ausweitung künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing ermöglichen. Trump argumentierte, dass die wachsenden Energiebedarfe dieser Einrichtungen nicht zu höheren Stromrechnungen für amerikanische Haushalte führen sollten.
In einem Beitrag auf Truth Social sagte Trump, dass seine Regierung aktiv in Gesprächen mit Microsoft stehe und hinzufügte, dass das Softwareunternehmen in dieser Woche „bedeutsame Änderungen“ vornehmen werde. Ziel, so Trump, sei sicherzustellen, dass Verbraucher nicht gezwungen seien, höhere Stromkosten zu tragen, die durch die Ausweitung von KI- und Cloud-Infrastruktur verursacht werden.
„Ich möchte niemals, dass Amerikaner höhere Stromrechnungen zahlen, weil von Rechenzentren“, schrieb Trump.
Steigende Strompreise werden zu einem politischen Zündstoff
Trump äußerte sich zu einer Zeit, in der sich die Energiepreise schneller erhöhen als die allgemeine Inflation. Laut Daten der Federal Reserve Bank of St. Louis ist der durchschnittliche Strompreis pro Kilowattstunde in einer typischen US-Stadt in den letzten fünf Jahren um rund 40 % gestiegen.
Der Präsident betonte, dass Rechenzentren zwar entscheidend für die technologische Wettbewerbsfähigkeit der USA – insbesondere im Bereich künstlicher Intelligenz – seien, ihre Energiekosten jedoch nicht auf gewöhnliche Verbraucher abgewälzt werden sollten. „Große Tech-Unternehmen, die diese Anlagen bauen, müssen den Strom selbst bezahlen“, sagte Trump.
Gespräche mit Microsoft, wenige Details bekannt gegeben
Trump bezeichnete speziell laufende Gespräche mit Microsoft und erklärte, dass das Unternehmen Änderungen umsetzen wolle, obwohl er keine Details nannte. Microsoft reagierte zunächst nicht auf Trumps Aussagen, doch sein stellvertretender Vorsitzender und Präsident Brad Smith ist für einen Vortrag auf einer Veranstaltung in Washington am selben Dienstag vorgesehen.
Das Unternehmen hat zuvor erklärt, es arbeite mit Gemeinden zusammen, um die Kraft der Technologie zu nutzen, um eine bessere Zukunft zu schaffen“, und sieht die Erweiterung von Rechenzentren als einen größeren gesellschaftlichen Nutzen an.
AI-Boom belastet Stromnetze und Politik
In den letzten Monaten hat die Regierung Trump die Erweiterung heimischer Rechenzentren unterstützt, als Teil eines umfassenderen Bemühens, China im Bereich künstlicher Intelligenz zu übertrumpfen. Die dadurch entstehende Stromnachfrage übt nun jedoch Druck nicht nur auf die Stromrechnungen der Haushalte, sondern auch auf die politische Stellung der republikanischen Mehrheit im Kongress aus.
Gleichzeitig stehen Stromnetzbetreiber vor wachsenden Herausforderungen, da sie eine faire Kostenverteilung mit der Notwendigkeit zur Gewährleistung einer zuverlässigen Stromversorgung im Zuge der rasant steigenden Nachfrage durch energieintensive Anlagen ausbalancieren müssen.
Trump wirft der Biden-Regierung hohe Energiepreise vor
In einem separaten Beitrag am Montag warf Trump den Demokraten und der Regierung des ehemaligen Präsidenten Joe Biden höhere Stromkosten für Haushalte vor. Er behauptete, dass die Stromrechnungen während der Amtszeit Bidens um etwa 30 % gestiegen seien.
Die Energiekosten sind zu einem immer wichtigeren politischen Thema geworden. Die Demokraten erzielten letztes Jahr bei den Wahlen in New Jersey, Virginia und Georgia bemerkenswerte Siege, indem sie Versprechen zur Entlastung von steigenden Energiekosten gaben. Analysten erwarten, dass die Strompreise vor den Kongresswahlen im November weiterhin ein zentrales Thema bleiben werden.
Data Center treten als bedeutende Energieverbraucher hervor
Laut einer Analyse von Visual Capitalist verbrauchten US-Rechenzentren letztes Jahr insgesamt 224 Terawattstunden (TWh) Strom, was 5,2 % des gesamten Stromverbrauchs der USA ausmacht – ein Anstieg um 21 % im Vergleich zum Vorjahr.
Die Beratungsfirma McKinsey prognostiziert, dass US-Rechenzentren bis 2030 mehr als 600 TWh Strom verbrauchen könnten, was fast 11,7 % des gesamten nationalen Stromverbrauchs ausmachen würde.
Der Energieverbrauch innerhalb von Rechenzentren ist ungleich verteilt. Etwa ein Drittel des Stromverbrauchs entfällt auf die Kühlung, während Server und IT-Ausrüstung fast die Hälfte oder mehr ausmachen. Laut dem Internationalen Energieagentur (IEA) wächst der Stromverbrauch von KI-bezogenen Rechenzentren jährlich um rund 30 %, verglichen mit etwa 9 % Wachstum bei herkömmlichen Computernystemen.
Das Bitcoin-Mining tritt auch in die Energie-Debatte ein
Ein weiterer energieintensiver Sektor ist das Bitcoin-Mining, das ebenfalls stark auf die Infrastruktur von Rechenzentren angewiesen ist. Schätzungen der U.S. Energy Information Administration (EIA) zufolge machte das Mining von Kryptowährungen Anfang 2024 etwa 0,6 % bis 2,3 % des gesamten Stromverbrauchs der USA aus.
Allerdings argumentierte der ESG-Analyst Daniel Batten letzte Woche, dass Bitcoin keine übermäßigen Mengen an Energie, Wasser oder elektronischem Abfall pro Transaktion verbraucht. Er verwies auf vier peer-reviewed Studien, die zeigen, dass der Ressourcenverbrauch nicht direkt mit der Transaktionsanzahl korreliert, was gängige Annahmen über die Umweltwirkung von Bitcoin in Frage stellt.
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