Der Artikel betont, dass 'Privatsphäre' im Kontext vertiefter institutioneller Beteiligung zu einer zentralen Erzählung in der Blockchain wird. Obwohl Offenheit und Transparenz ein Vorteil der Blockchain sind, können sie Unternehmensgeheimnisse und Investitionsstrategien preisgeben. Vollständig anonyme Modelle wie Monero werden aufgrund der Nichtunterstützung von KYC/AML schwer von Aufsichtsbehörden akzeptiert; Institutionen bevorzugen stattdessen selektive Privatsphäre. Zcash bietet zwar transparente und maskierte Adressen, jedoch lässt sich die Offenlegung nur entweder vollständig ein- oder ausschalten, was sich schwer mit Transaktionsprozessen verbinden lässt, bei denen mehrere Parteien nur bestimmte Informationen benötigen. Das Canton Network wird bereits von Institutionen wie der DTCC genutzt und nutzt Daml, um Transaktionsinformationen zu zerlegen und fein abzustimmen, um Compliance und Geschäftskompatibilität zu gewährleisten und gleichzeitig Raum für die Verbindung mit offenen Web3-Märkten zu schaffen. Privatsphäre-Blockchains entwickeln sich derzeit von einer 'vollständigen Verheimlichung' hin zu einer 'kontrollierten Offenlegung', wobei sich die Entwicklung in den nächsten Jahren vor allem auf institutionelle Transaktionsszenarien konzentrieren wird.