Marktupdate zum US-Dollar: 14. Januar 2026
Bis Mitte Januar 2026 handelt der US-Dollar weiterhin in einem relativ zurückhaltenden Bereich, was eine Mischung aus anhaltender Schwäche aus dem starken Jahresrückgang 2025 (dem größten Rückgang in acht Jahren) und gelegentlichen kurzfristigen Erholungen widerspiegelt, die durch wirtschaftliche Daten und politische Unsicherheiten ausgelöst wurden.
Aktuelle Niveaus und jüngste Entwicklung
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb wichtiger Währungen (vor allem dem Euro) misst, schwankt derzeit zwischen 98,8 und 99,1.
Am 13. Januar 2026 stieg der DXY leicht auf 99,0980, was etwa 0,24% über dem vorherigen Schlusskurs liegt.
Frühere Intraday-Zitate zeigten Niveaus nahe 98,83 mit geringfügigen Schwankungen (um ~0,30% während der Handelszeiten gesunken).
Dies positioniert den Index nahe Mehrmonatstiefstständen um 98, nachdem er das Jahr nach einer Abwertung von etwa 9–10% im Jahr 2025 mit einem schwachen Ton begonnen hat. Der Dollar hat eine moderate monatliche Stärke gezeigt (+0,80% im letzten Monat), bleibt jedoch im Jahresvergleich deutlich niedriger (-9,31%).
Schlüsseltreiber, die den Dollar Anfang 2026 prägen
Der Weg des Dollars in diesem Jahr wird stark von den Erwartungen an die Geldpolitik der Federal Reserve, geopolitischen Spannungen und innerpolitischem Drama beeinflusst:
Fed-Politik und Ausblick auf Zinssenkungen
Die Märkte preisen 2–3 zusätzliche Zinssenkungen für 2026 ein (was die Zinssätze bis zum Jahresende in den niedrigen bis mittleren 3%-Bereich bringen könnte), aggressiver als die eigenen Prognosen der Fed. Jüngste Daten, einschließlich schwächer als erwarteter Beschäftigungszahlen im Dezember, haben dovish Wetten am Leben gehalten, obwohl widerstandsfähige US-Wirtschaftsindikatoren (wie sinkende Arbeitslosigkeit) gelegentlich kurzfristige Dollar-Rebounds unterstützt haben.
Der bevorstehende Produzentenpreisindex (PPI) für Dezember (veröffentlicht um den 14. Januar) und andere Inflationskennzahlen stehen im Fokus, da hartnäckige Inflation die Erwartungen an Zinssenkungen dämpfen und den Dollar unterstützen könnte.
Politische und institutionelle Unsicherheit
Ein großes Problem ist die anhaltende Kontroverse um Fed-Vorsitzenden Jerome Powell. Bundesstaatsanwälte haben Vorladungen und Drohungen einer Anklage in Bezug auf sein Zeugnis vor dem Kongress zu einem Renovierungsprojekt der Fed ausgegeben. Dies hat ernsthafte Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Zentralbank aufgeworfen, insbesondere mit dem Ende von Powells Amtszeit im Mai 2026 und der Möglichkeit eines dovishen Nachfolgers unter der aktuellen Verwaltung.
Analysten bemerken, dass dies "den Neujahrs-Bounce des Dollars beendet hat" in den letzten Tagen und zu einem Abwärtsdruck beiträgt.
Breiterer Markt-Kontext
Gold ist auf Rekordhöhen gestiegen (über 4.600 USD/Unze zu Zeiten) und fungiert als sichere Alternative in Zeiten der Dollar-Schwäche und geopolitischer Risiken (z. B. Proteste im Iran und Unsicherheit in Südamerika).
Aktien bleiben widerstandsfähig, mit US-Aktien nahe Höchstständen, aber das Schicksal des Dollars ist eng mit der Risikostimmung verbunden – verbesserte globalen Wachstum und Risikobereitschaft tendieren dazu, den Dollar zu belasten.
Die Prognosen für das gesamte Jahr deuten im Allgemeinen auf eine weitere moderate Abwertung hin (z. B. könnte der DXY niedriger enden, aber mit Volatilität), obwohl während Marktstressphasen oder hawkish Fed-Überraschungen Erholungen erwartet werden.
Kurzfristiger Ausblick für den 14. Januar und darüber hinaus
Am 14. Januar 2026 scheint der Dollar in einer Bandbreite gefangen zu sein, mit leichtem Abwärtsdruck aufgrund anhaltender Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed und der Erwartung wichtiger US-Datenveröffentlichungen (einschließlich PPI). Händler achten auf:
Alle neuen Schlagzeilen zur Powell-Untersuchung oder zu Entscheidungen des Obersten Gerichtshofs (z. B. zu Zöllen).
Anzeichen einer Stabilisierung im Bereich von 98–99 – wenn es hält, bleibt ein kurzfristiger Bounce in Richtung 100 möglich bei positiven US-Datenüberraschungen.
Insgesamt gestaltet sich das Jahr 2026 als Jahr eines weicheren, aber widerstandsfähigen Dollars, mit Phasen der Schwäche, die durch taktische Erholungen unterbrochen werden. Die Leistung des Dollars wird davon abhängen, wie die Geldpolitik der Fed, politische Risiken und globale Wachstumsdynamiken ausgewogen werden.
Bleiben Sie dran für bevorstehende Inflationsdaten und politische Entwicklungen – sie könnten schnell den Ton in diesem volatilen Jahresbeginn ändern. Diese Zusammenfassung basiert auf den neuesten verfügbaren Marktberichten vom Mitte Januar 2026.



