Gestern erklärte Miden, dass man mit billions zusammenarbeitet, wobei tatsächlich der ZK-Identitäts-Stack von Privado in Miden integriert wird, um für chainbasierte Anwendungen souveräne Identitäten freizuschalten.

Im Grunde löst es ein altes Problem von Web3, das schon lange hängt: Warum muss man bei der Blockchain-Integration zwischen vollständiger Anonymität und vollständiger Offenlegung der Identität wählen?

Die frühere Logik war sehr grob: Wenn man sich an die Vorschriften halten und in die Mainstream-Finanzwelt eintreten möchte, dann KYC, Whitelist, Identität auf der Kette.

Wenn man die Privatsphäre schützen möchte, dann vollständig anonym, aber in vielen Szenarien kommst du einfach nicht hinein.

Was Miden diesmal tut, ist, die Frage ‚Wer bin ich?‘ in ‚Was kann ich beweisen?‘ zu zerlegen.

Sie müssen der Kette nicht sagen, wer Sie sind. Sie müssen lediglich nachweisen, dass Sie die KYC bestanden haben, kein Sanktionsobjekt sind, keine Person aus einem bestimmten Rechtsgebiet, und die Zugangsvoraussetzungen erfüllen. Der Nachweis ist gültig, aber die Informationen selbst werden nicht preisgegeben.

Der Schlüssel liegt darin, dass Identität nicht mehr der Anwendung oder einer Plattform gehört. Sie liegt in Ihrer Hand, und Sie entscheiden, wann, wem und in welchem Umfang Sie sie nachweisen.

Das ist das, was man als souveräne Identität bezeichnet, nicht als Blockchain-Identitätsausweis. Wenn man dieses Konzept in Miden integriert, überspringt es plötzlich viele Hürden, an denen andere ZK-Blockchains scheitern.

Was ursprünglich nur technisch sehr anspruchsvolle ZK-Berechnungen ermöglichte, kann nun direkt komplexe Regeln der realen Welt tragen.

Compliance-DeFi, RWA, institutionelle Anwendungen, mehrstufige Governance für DAOs und Anreizsysteme, die Wächtervermeidung ermöglichen, ohne dabei die Privatsphäre zu opfern – all das wird plötzlich zu logischen Strukturen, die natively geschrieben werden können.

Für Entwickler ist dies ebenfalls von großer Bedeutung, da sie nicht mehr eine komplette Identitätssysteme selbst zusammenstellen müssen, noch zwischen Privatsphäre und Compliance wählen müssen. ZK-Identität wird nun Teil der Infrastruktur.

Für den Nutzer wird Identität erstmals zu einer Fähigkeit statt zu einer Last, die bei einmaliger Offenlegung unumkehrbar wird.

Miden wählt nicht den alten Weg, zuerst anonym zu sein und später gezwungen zu werden, Compliance zu gewährleisten, sondern schreibt von Anfang an die Regeln mit ZK neu, sodass Compliance nicht mehr gleich Transparenz bedeutet und Privatsphäre nicht mehr gleich Ausgrenzung ist.

Dieser Schritt wirkt zunächst wie eine Identitätszusammenarbeit, ist aber eigentlich der Wegbereiter für echte, auf der Blockchain basierende Anwendungen der realen Welt.

#ZAMA