CHINA ERREICHT REKORDÜBERSCHUSS IM WARENHANDEL VON 1,2 BILLIONEN USD, HANDELSSPANNUNGEN STEIGEN
China verzeichnete einen Handelsüberschuss von etwa 1,2 Billionen US-Dollar, ein historisches Hoch, trotz des starken Rückgangs der Ausfuhren nach den USA aufgrund anhaltender Zollspannungen.
Im Dezember stiegen die Ausfuhren um 6,6 % und die Einfuhren um 5,7 %, beides über den Erwartungen, was auf eine weiterhin positive Entwicklung des Handels hindeutet. Allerdings ging die Ausfuhr nach den USA im Dezember um etwa 30 % zurück und im gesamten Jahr um fast 20 %, was die deutlichen Auswirkungen der Handelshemmnisse verdeutlicht.
Zur Kompensation verstärkte China seine Ausfuhren in die Europäische Union (+12 %) und ASEAN (+11 %) im Dezember. Dennoch löst der zu hohe Überschuss Bedenken hinsichtlich einer neuen Welle von Handelsprotektionismus aus, da viele Volkswirtschaften Zölle erhöht oder Handelsuntersuchungen gegen China eingeleitet haben (Elektrofahrzeuge in der EU, Stahl in Indien, Schutzmaßnahmen in Mexiko und Brasilien).
Angesichts der schwachen Inlandsnachfrage, des Rückgangs des Immobilienmarktes und der Deflationsdrucke bleibt die Ausfuhr weiterhin ein kurzfristiger Wachstumsmotor.
👉 Einschätzung: Der Rekordüberschuss hilft China, kurzfristig stabil zu bleiben, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit von Gegenmaßnahmen im Handelsbereich, was die globale makroökonomische Umgebung im kommenden Jahr komplizieren könnte.