Autor des Artikels: Crypto Emergency
Bitcoin stieg am Dienstag über 95.000 US-Dollar – zum ersten Mal seit mehr als 50 Tagen. Der Anstieg wurde durch die Kombination zweier Faktoren verursacht: die Verlangsamung der Inflation in den USA und die Verschärfung der Spannungen zwischen Washington und Teheran, was zu einem deutlichen Kapitalzufluss in Kryptowährungen führte.
Geopolitik verstärkte die Nachfrage nach Schutzaktiva
Die Märkte reagierten stark auf die Aussage des US-Außenministeriums, das die Bürger dringend aufforderte, den Iran zu verlassen und sich auf mögliche längere Unterbrechungen der Kommunikation vorzubereiten. Die Warnung wurde inmitten massenhafter Proteste im Land und einer Verschärfung der Rhetorik der USA gegenüber dem Iran ausgesprochen, was die Befürchtungen einer Ausweitung des Konflikts in der Region verstärkte.
Reisebeschränkungen wurden zu einem zusätzlichen Treiber: In Zeiten geopolitischer Instabilität wenden sich Investoren traditionell zu alternativen und schützenden Vermögenswerten. In den letzten Jahren wird Bitcoin zunehmend als Instrument zur Absicherung gegen globale Risiken betrachtet, besonders in Zeiten von Internet-Unterbrechungen und verstärkter staatlicher Kontrolle.
Im Zuge der Entwicklung der Ereignisse wechselten Händler aktiv in Bitcoin und andere liquide Kryptowährungen. Während des Tages stieg BTC über 96.000 US-Dollar, und auch Ethereum, Solana und XRP zeigten eine deutliche Steigerung.
Die Abkühlung der Inflation in den USA stützte den Markt
Ein weiterer Faktor für die Stärkung war der neueste Bericht zum Verbraucherpreisindex (CPI). Die Inflation in den USA bleibt stabil, ohne Anzeichen einer Beschleunigung. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Verschärfung der Geldpolitik der FED und senkt das Risiko einer Rezession, die durch Zinserhöhungen verursacht werden könnte.
Dadurch erhielten Anleger günstigere Bedingungen für Investitionen in risikoreiche Vermögenswerte, einschließlich Kryptowährungen. Die Veröffentlichung des CPI entlastete den Markt gerade zu dem Zeitpunkt, als Bitcoin nach der Woche der Verkäufe bei ETFs wieder an Fahrt gewann.
ETFs stabilisierten sich, und Anzeichen eines Bullenmarktes verstärkten sich
Der Januaranfang wurde von einem erheblichen Abfluss aus den amerikanischen Spot-Bitcoin-ETFs begleitet – mehr als 6 Milliarden US-Dollar. Dies war auf die Realisierung von Verlusten durch Teilnehmer des späten Phasen des Oktober-Rallies zurückzuführen. Der Verkaufsdruck senkte den BTC-Preis auf das Kostenlevel der ETFs – etwa 86.000 US-Dollar.
Doch danach haben Zuflüsse und Abflüsse sich ausgeglichen, was auf das Ende der Hauptphase der Verkäufe hindeutet. Daten von Börsen zeigen: Die globale Nachfrage deckt die Angebote der ETFs ab, und amerikanische institutionelle Anleger haben lediglich eine Pause eingelegt. Die negative Premie bei Coinbase spiegelt Vorsicht wider, aber nicht einen massenhaften Rückzug vom Markt.
Bitcoin ist erneut auf dem Weg zu 100.000 US-Dollar
Nach der Erholung über 93.000 US-Dollar und dem anschließenden Durchbruch des Levels von 95.000 US-Dollar wurde klar, dass der Verkaufsdruck abgenommen hatte und eine neue Welle der Nachfrage auf den Markt zurückkehrte. Solange die Inflation stabil bleibt und die geopolitische Unsicherheit zunimmt, erhält Bitcoin zusätzliche Unterstützung als Makroaktiva und als Instrument zum Schutz vor Krisen.
Wenn die Zuflüsse in die ETFs wieder aufnehmen und die Spannungen im Nahen Osten bestehen bleiben, könnte das Niveau von 100.000 US-Dollar die nächste Schlüsselziele für Händler werden.


