Solanas vertrauliche Kontostände wurden im April mit etwas eingeführt, das die meisten Privatsphäre-Technologien vermeiden: eingebauter Compliance. Der Token-2022-Standard verwendet Zero-Knowledge-Beweise, um Transaktionsbeträge zu verschlüsseln, während Emittenten Auditor-Schlüssel hinzufügen können, um regulatorische Überprüfungen zu ermöglichen. Besonders auffällig war für mich die Timing-Entscheidung – direkt nach einer Reihe von hochprofilierten Pump-and-Dump-Skandalen, die mit Pump.fun-Tokens verbunden waren.
Laut neuesten Daten zeigten über 98 % der Tokens dort Manipulationssignale. Jetzt setzt Solana $SOL auf Privatsphärenfunktionen, während gleichzeitig ein Rufproblem im Zusammenhang mit Rug-Pulls besteht. Die Technologie selbst ist solide – Institutionen können endlich Gelder vertraulich übertragen, ohne dass Regulierungsbehörden in Panik geraten. Doch die Wahrnehmung ist schwierig.
Privatsphäre-Tools auf einer Kette, die für Memecoin-Chaos bekannt ist, erzeugen einen offensichtlichen Widerspruch: Schützt Vertraulichkeit legitime Nutzer, oder bietet sie nur schlechten Akteuren besseren Schutz? Der eigentliche Test ist nicht, ob die Verschlüsselung funktioniert – sondern ob Plattformen Betrugserkennung implementieren können, die sich mit privaten Transaktionen skalieren lässt.
