Zwei Uhr morgens fragte mich ein Freund aus Zhejiang zitternd:
"Bruder, ich habe 10.000 U mit 30-fachem Hebel voll investiert, und nach nur 3 % Verlust ist mein Konto bereits geleert. Wie kann das sein?"
Als ich die Aufzeichnung sah, verblüfft: Er hatte 9.500 U eingesetzt, ohne jeglichen Stopp-Loss gesetzt.
Viele haben einen Irrtum: Sie denken, Vollinvestition bedeutet "Standhaftigkeit". Tatsächlich ist es genau das Gegenteil – falsch angewendet, führt Vollinvestition schneller zum Totalverlust als Teilinvestitionen. Der entscheidende Faktor für einen Totalverlust ist nicht der Hebel, sondern die zu hohe Positionsgewichtung.
Überlegen Sie mal: Bei einem Konto von 10.000 U, bei dem 9.500 U eingesetzt werden, reicht ein leichter Gegenbewegung, um das Konto auf null zu bringen; bei einer Investition von nur 1.000 U hingegen müsste die Bewegung 50 % betragen, um den Totalverlust zu verursachen. Der Unterschied in der Überlebensfähigkeit ist enorm.
Ich habe mehr als ein halbes Jahr mit Vollinvestitionen gehandelt, ohne je einen Totalverlust zu erleiden, und mein Kapital hat sich sogar verdoppelt. Die Grundlage dafür sind drei Prinzipien:
1. Einzelposition darf maximal 20 % des Gesamtkapitals betragen: Bei einem Konto von 10.000 U darf maximal 2.000 U eingesetzt werden. Selbst wenn man falsch liegt und einen Verlust von 10 % erleidet, verliert man nur 200 U – das schadet dem Gesamtkapital nicht.
2. Einzelverlust darf maximal 3 % des Gesamtkapitals betragen: Bei einer Position von 2.000 U mit 10-fachem Hebel legt man beispielsweise einen Stopp-Loss bei 1,5 % fest. Bei einem Verlust von 300 U beträgt der Verlust genau 3 % des Gesamtkapitals – man kann mehrere Fehlentscheidungen überstehen.
3. Keine Position in Seitwärtsbewegungen, kein Add-on bei Gewinnen: Man handelt nur bei klaren Trendbrüchen, auch wenn Seitwärtsbewegungen verlockend erscheinen; nach dem Eingang einer Position wird niemals aus Gewinngefühl nachgekauft. Die Stabilität des Handelsrhythmus ist das Wichtigste.