Anfang 2026 erlebten Gold- und Silberpreise eine erhebliche und plötzliche Korrektur und gingen von historischen Höchstständen zurück, bei denen Gold $4.600 überschritt und Silber sich $100 pro Unze näherte. Dieser starke Rückgang wurde hauptsächlich durch eine entschiedene Maßnahme der CME Group ausgelöst, die die Margin-Anforderungen für Edelmetall-Futures verhöhte. Diese regulatorische Änderung zwang Hebelanleger, entweder frisches Kapital einzusetzen oder ihre Positionen zu liquidieren, was zu einer Kettenreaktion von Verkaufsdruck führte, die vor allem den volatileren Silbermarkt besonders hart traf. Neben technischen Faktoren machte ein Anstieg des US-Dollars und steigende Anleiherenditen nicht ertragreiche Vermögenswerte für globale Investoren weniger attraktiv.
Die Marktsentiment wurde zusätzlich durch aggressive Gewinnmitnahmen zu Jahresbeginn beeinträchtigt, da Händler Gewinne aus dem spektakulären Aufschwung des Jahres 2025 sichern wollten. Während sich abkühlende geopolitische Spannungen und eine saisonale Verlangsamung der physischen Nachfrage aus großen Zentren wie Indien zusätzlich zum Abwärtstrend beitrugen, betrachten viele Analysten diesen "Flash-Crash" als eine gesunde Marktkorrektur und nicht als eine Umkehr der langfristigen Aufwärtsbewegung. Die strukturellen Versorgungslücken und die anhaltende Diversifizierung durch Zentralbanken deuten darauf hin, dass trotz dieser plötzlichen Volatilität die fundamentale Nachfrage nach Edelmetallen robust bleibt.
