US-Senat geht mit der Kryptoregulierung voran, während sich das CLARITY-Gesetz abzeichnet
Der US-Senat hat einen weiteren konkreten Schritt in Richtung Regulierung des Kryptomarktes unternommen. Unter der Führung von Senator Tim Scott hat der Banking-Ausschuss des Senats eine Reihe grundlegender Prinzipien veröffentlicht, die die Entwicklung des kommenden CLARITY-Gesetzes leiten werden.
Diese Prinzipien sollen die Grundlage für einen klaren rechtlichen Rahmen für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten bilden. Ein zentrales Ziel besteht darin, die Unterscheidung zwischen digitalen Wertpapieren und digitalen Waren klar zu definieren, um die lang bestehende Unsicherheit für Unternehmen, Anleger und Aufsichtsbehörden zu verringern.
Ein zentraler Bestandteil des Vorschlags ist die Aufteilung der Aufsichtsverantwortung zwischen bestehenden Behörden. Anstatt eine neue Aufsichtsbehörde einzurichten, würden die Zuständigkeiten hauptsächlich zwischen der SEC und der CFTC auf der Grundlage der Art des Vermögenswerts verteilt. Dieser Ansatz zielt darauf ab, Doppelbelastungen zu vermeiden und die Durchsetzbarkeit der Aufsicht zu verbessern.
Der Senat plant außerdem, veraltete Finanzvorschriften zu modernisieren, um sie besser an die Blockchain-Technologie anzupassen. Vorgeschlagene Änderungen umfassen eine flexiblere Aufsicht über digitale Finanzierungen und vereinfachte Registrierungsanforderungen für Kryptostarts, was Innovation ermöglicht, ohne die Aufsicht zu schwächen.
Der Schutz der Anleger bleibt ein zentrales Anliegen. Der Rahmen beinhaltet Schutzmaßnahmen für Kundenvermögen im Fall von Insolvenzen von Kryptounternehmen, strengere Risikomanagement- und Registrierungsvorgaben für zentrale Plattformen sowie klarere Regeln im Bereich Geldwäschebekämpfung und Sanktionskontrolle.
Das CLARITY-Gesetz betont zudem die Förderung der Innovation. Bundesbehörden müssten klare Leitlinien bereitstellen, die bestätigen, dass Banken und Finanzinstitute erlaubt sind, kryptobasierte Tätigkeiten auszuüben. Besonders hervorzuheben ist, dass die Federal Reserve den Faktor „Reputationsrisiko“ bereits aus der Entscheidungsgrundlage gestrichen hat, der früher Banken davon abgehalten hatte, mit Kryptounternehmen zusammenzuarbeiten.
Falls das CLARITY-Gesetz verabschiedet wird, könnte dies eine bedeutende Verschiebung hin zu regulatorischer Sicherheit für den US-Kryptomarkt darstellen.
