Trotz erhöhter geopolitischer Spannungen bleiben globale Märkte, insbesondere Kryptowährungen, überraschend widerstandsfähig. Der Grund ist einfach: Erwartungen an Liquidität überwiegen Angstgeschichten.
Auf geopolitischer Ebene sind die Risiken real und sichtbar. Anhaltende Spannungen im Nahen Osten, Handelskonflikte und politische Unsicherheiten in großen Volkswirtschaften treiben traditionelle sichere Häfen wie Gold und Silber weiter in neue Höhen. Normalerweise würde eine solche Umgebung Risikoaktiva belasten. Doch dieses Zyklus ist anders.
Der entscheidende Unterschied liegt in den monetären Erwartungen.
Bei den Sitzungen am 13. und 14. Januar signalisierten Entscheidungsträger der Federal Reserve eine klare Haltung: Zinssätze werden wahrscheinlich stabil bleiben, ohne Druck, weitere Verschärfungen vorzunehmen. Die Inflationsdaten sinken, brechen aber nicht ein, was es der Fed ermöglicht, geduldig statt restriktiv zu handeln. Wichtig ist, dass es keinen Widerspruch gegen die aktuelle Marktoptimismus gab – keine starke hawkische Überraschung.
Die Märkte deuteten dies als Bestätigung, dass die finanziellen Bedingungen nicht aggressiv verschärft werden, selbst wenn geopolitische Risiken weiter bestehen.
Daher verhält sich das Kapital asymmetrisch:
Harte Vermögenswerte (Gold, Silber) steigen als Absicherung gegen politische Instabilität und Währungsverwässerung.
Risikoaktiva (Aktien und Kryptowährungen) halten stand, weil eine Erweiterung der Liquidität erwartet wird, nicht eine Verengung.
Insbesondere in der Kryptowelt agiert Bitcoin weniger wie ein spekulatives Asset und mehr wie ein Makro-Liquiditätsbarometer. Während AI-Token und hoch-beta-Sektoren Schwäche zeigen, bleibt Bitcoin stabil, unterstützt durch institutionelle Flüsse, ETF-Nachfrage und das Anhäufen durch Whale. Diese Divergenz deutet darauf hin, dass kluge Investoren frühzeitig positionieren, während Privatanleger vorsichtig bleiben.
Dies ist kein Risiko-Off-Umfeld – es ist eine selektive Risiko-On-Phase.
Hoffentlich sinkt die Inflation weiter ab, und bleiben geopolitische Schocks begrenzt (nicht systemisch), werden sich die Liquiditätsrotationen fortsetzen – von Bargeld → Anleihen → Aktien → Bitcoin.
Geopolitik erklärt die Angst. Liquidität erklärt die Kursentwicklung.
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