Als jemand, der schon mehrere Jahre im Krypto-Alltag lebt🤣

Die am häufigsten gehörte Aussage, egal ob beim Mining von Belohnungen oder beim Kauf von Coins: Alles, was gerade im Trend ist, wird gespielt.

Doch wenn man die Zeit verlängert betrachtet, wird eine sehr stabile Regel im Kryptomarkt deutlich:

Geschichten ändern sich ständig, aber das, was wirklich bleibt, ist wenig.

Egal ob 2017, 2021 oder die letzten Jahre – viele scheinbar „unterschiedliche“ Marktlagen haben in Wirklichkeit eine sehr ähnliche Grundlogik.

Ein: Jeder Zyklus hat eine andere Geschichte, aber das Ergebnis nach dem Rückgang ist hochgradig konsistent.

Im Jahr 2017 war der Fokus auf ICOs und die „Revolution der Public Chains“.

Whitepaper, Roadmap und Konsens sind zu den wichtigsten Bewertungsgrundlagen geworden.

Aber nach Ablauf des Zyklus verschwinden die meisten Projekte, und nur wenige Infrastrukturen bleiben wirklich erhalten.

Im Jahr 2021 wechselte die Geschichte zu DeFi, NFT und GameFi.

Liquiditätsmining, Avatare, Wirtschaftsmodelle für Blockchain-Spiele wurden zeitweise als 'die nächste Generation des Internets' betrachtet.

Wenn die Bärenmarktsphase eintritt, können die meisten Projekte weder Nutzung noch Einnahmen aufrechterhalten, und der Preis fällt schnell wieder auf Realität zurück.

Im Jahr 2023–2025 wurde die Geschichte zu KI, Modularität, Restaking und Agenten.

Die Konzepte werden aktualisiert, aber eine Frage bleibt unverändert:

Hat es echte Nutzer, die bereit sind, kontinuierlich dafür zu zahlen?

Aus Sicht mehrerer Zyklen wird immer wieder bestätigt:

Geschichten können den Markt entfachen, können aber einen Zyklus nicht allein überstehen.

Zwei: BTC spielt in verschiedenen Zyklen immer dieselbe Rolle.

Die Positionierung von BTC wird in jeder Bullenphase neu erzählt.

Aber in Bärenmärkten oder Seitwärtsphasen wird ihre Bedeutung umso klarer.

• Im Bärenmarkt 2018 verloren die meisten Alts über 90 % ihres Wertes, BTC blieb als letzter Liquiditätsausgang

• Während der Entschuldungsphase 2022 wurde BTC erneut als zentrales Asset bei Risikokonsolidierung betrachtet

• In den letzten Jahren war BTC in Marktschwankungen oft das erste, das sich stabilisierte und am leichtesten neu bewertet wurde

Diese Phänomene sind kein Zufall.

Die Konsensstärke, die Liquiditätstiefe und die unveränderliche Versorgungsregel von BTC machen es in jedem Zyklus näher an ein 'Grundasset' heran.

Drei: Die Transformation von ETH – von einem 'Wachstums-Asset' zu einem 'Ertrags-Asset'

Die Veränderung der Rolle von ETH in verschiedenen Zyklen ist dabei besonders repräsentativ.

Anfangs stammte der Wert von ETH hauptsächlich aus Wachstumsaussichten:

Wird die Ökologie explodieren, und werden die Anwendungen migrieren?

Doch mit der zunehmenden Reife von PoS, Staking-Mechanismen und Gebührenvernichtungsmechanismen ändert sich die Positionierung von ETH allmählich.

Je mehr Teilnehmer hinzukommen, desto mehr betrachten sie es als:

Assets, die ursprüngliche Erträge erzeugen und eng mit der gesamten Chain-Aktivität verbunden sind.

Diese Veränderung zeigt sich in mehreren Zyklen besonders deutlich während der Volatilitätsphasen.

Wenn der Preis nicht weiter steigt, wird die Renditestruktur tatsächlich ernst genommen.

Vier: Jeder Zyklus unterschätzt die Rolle der „langsam wachsenden Assets“.

Egal ob Stablecoin-Rendite, On-Chain-Zinssätze oder Protokolle, die mit echten Assets verknüpft sind,

Diese Assets werden in Bullenmärkten oft als zu langsam abgelehnt.

Doch in Rückzugsphasen übernehmen sie immer dieselbe Rolle:

Das Portfolio am Leben erhalten.

• 2019–2020 wurden Stablecoin-Kredite zu einem Rückzugsort für viele Konten

• Nach 2022 erhielten RWA und On-Chain-Zinssätze wieder Aufmerksamkeit

• In den letzten Jahren beginnen immer mehr Teilnehmer, solche Assets aktiv zu konfigurieren, anstatt nur passiv zu vermeiden

Die Geschichte wiederholt sich immer wieder:

Assets, die dich im Markt halten, bringen oft eine höhere langfristige Rendite als jene, die dein Gefühl in die Höhe treiben.

Fünf: Die Illusion der Bewertungsmethode trat in mehreren Zyklen auf.

Im Jahr 2017 verloren viele „geldwerte Coins“, aber nicht das Geld selbst;

Im Jahr 2021 verloren viele „auf dem Papier verdoppelte“ Vermögen fast vollständig;

In den letzten Jahren bemerkten andere, dass der Wert zwar stieg, aber die Kaufkraft nicht mithielt.

Diese Erfahrungen weisen alle auf dasselbe Problem hin:

Nominelle Rendite bedeutet nicht echte Rendite.

Genau deshalb betrachten immer mehr Teilnehmer aus Sicht mehrerer Zyklen:

Ob ein Asset langfristig Werte bewahren und in verschiedenen Umgebungen überleben kann.

Zum Schluss

Wenn man die Zeit verlängert betrachtet, wird deutlich, dass der Kryptomarkt eigentlich gar nicht so komplex ist.

Neue Geschichten tauchen ständig auf, die Technologie entwickelt sich kontinuierlich weiter,

aber entscheidend für das Ergebnis bleiben immer dieselben alten Fragen:

• Ob es echte Nachfrage gibt

• Ob es die Liquiditätszyklen überstehen kann

• Ob es auch in extremen Umgebungen einen Wertanker gibt

Diese Fragen gelten nicht nur für ein bestimmtes Jahr.

Wenn es eine langfristig wirksame Erfahrung gibt, dann ist es wohl diese:

Geh nicht einfach dem lautesten Geräusch hinterher, sondern überprüfe immer wieder jene Fakten, die sich in verschiedenen Zyklen bewährt haben.