Die Schäden, die die Teilnehmer der Kryptowirtschaft durch die Handlungen von Betrügern und Hackern erlitten, stiegen im Vergleich zu 2024 um 34%.

Aufgrund von Hacks und Betrug im Zusammenhang mit Kryptowährungen wurden im Jahr 2025 nach Angaben der Analysten von PeckShield mehr als 4 Milliarden US-Dollar verloren. Ihrer Daten zufolge ist dies 34,2 % mehr als im Jahr 2024, als Werte von 3,01 Milliarden US-Dollar an Kryptowährungen gestohlen wurden.

Die Gesamtschäden im Jahr 2025 überstiegen 4,04 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 2,67 Milliarden US-Dollar auf Hacks (ein Anstieg um 24,2 % im Vergleich zum Vorjahr) und 1,37 Milliarden US-Dollar auf Betrug (ein Anstieg um 64,2 %).

Der Bericht hebt eine strategische Verschiebung hervor: Die Zahl der Diebstähle, die auf soziale Ingenieurtechniken (psychologische Tricks und Manipulationen, die Opfer dazu zwingen, vertrauliche Informationen preiszugeben, die Angreifer nutzen können, um Geld zu stehlen), zunehmen. Analysten rechneten 12 % der Verluste im Jahr 2025 solchen Methoden zu.

Hacks verursachten 66 % des gesamten Schadens, wobei der schwerwiegendste Fall der Diebstahl von 1,4 Milliarden US-Dollar aus der Bybit-Börse im Februar des Vorjahres war. Weitere 22 % der Verluste entstanden durch Betrugsfälle, darunter „Rug Pulls“ (wenn Entwickler die Liquidität zum Höchststand des Preises abziehen) und gefälschte Kryptowährungsinvestitionen.

Eine weitere wichtige Veränderung war die Zunahme des Anteils zentralisierter Dienste unter den betroffenen Plattformen. Während sie 2023 knapp über 35 % ausmachten, betrug ihr Anteil 2024 bereits etwa 45 % und 2025 über 70 %.

Im Laufe des Jahres wurden nur etwa 334,9 Millionen US-Dollar der gestohlenen Mittel eingefroren oder zurückgegeben. PeckShield stellte einen Rückgang gegenüber 2024 fest, als 488,5 Millionen US-Dollar zurückgefordert wurden.

Die Einschätzung von PeckShield basiert ausschließlich auf offiziell bestätigten und dokumentierten Fällen und Schadensbeträgen. Zum Beispiel schätzen Experten von Chaianalisys, die die Beziehungen und Transaktionen in mit Betrügern verbundenen Wallets analysierten, den Schaden des vergangenen Jahres deutlich höher ein – auf 17 Milliarden US-Dollar.

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