Die Tokenisierung wird seit langem als die große Umprogrammierung der Finanzwelt beworben: eine Möglichkeit, realweltliche Vermögenswerte auf Blockchains zu bringen, sie so nahtlos wie Kryptotoken bewegen zu lassen und neue Verbindungen zwischen Kreditnehmern und globalen Kapitalquellen zu ermöglichen.

Dieses Versprechen beginnt nun, echte Wirkung zu zeigen.

Schon in den ersten Wochen des Jahres 2026 ist der onchain handelbare Anteil tokenisierter privater Kredite laut Daten von $RWA .xyz um rund 50 % gestiegen. In allen Finanzmärkten breitet sich die Tokenisierung realweltlicher Vermögenswerte (RWAs) rasant aus, auch wenn sie weiterhin am Rande der Mainstream-Finanzwelt bleibt.

Doch dieses Wachstum geht mit einer wichtigen Einschränkung einher. Ein Großteil dessen, was als „tokenisiert“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit nicht tatsächlich onchain handelbar, wie viele annehmen.

Dieser Widerspruch wird am deutlichsten bei privaten Krediten sichtbar. Während die onchain-Emissionen an Tempo gewinnen, bleiben sie immer noch deutlich hinter einem viel größeren Volumen an Krediten zurück, die lediglich die Blockchain-Infrastruktur zur Verfolgung oder Abwicklung nutzen – ohne als echte handelbare Token verteilt zu werden.

Was bedeutet Tokenisierung also wirklich?

Begleiten Sie mich, um den Unterschied zwischen Vermögenswerten, die lediglich onchain protokolliert sind, und solchen, die tatsächlich investierbar sind, zu erkunden – und warum dieser Unterschied für die Zukunft der Finanzwelt von entscheidender Bedeutung ist.