Google hat eine Funktion namens Personal Intelligence für seinen AI-Assistenten Gemini vorgestellt, die dem Algorithmus Zugriff auf persönliche Daten der Nutzer aus Gmail, Google Photos, YouTube und anderen Diensten des Unternehmens ermöglicht. Im Austausch für eine personalisierte Erfahrung müssen Nutzer zustimmen, ihre Daten für das Training von generativen KI-Modellen zu verwenden.

Was umfasst die neue Funktion?

"Mit Ihrer Erlaubnis kann Gemini jetzt sicher Informationen aus Google-Anwendungen wie Gmail, Google Fotos, Suche und YouTube-Historie mit einem Klick verbinden", kündigte das Unternehmen am 14. Januar an.

Die Funktion wurde in der Beta-Version der Gemini-App gestartet und verspricht, den KI-Assistenten "einzigartig nützlich und personalisiert" zu machen. Für diese Personalisierung zahlen die Nutzer jedoch mit ihren Daten – sie werden nicht nur zur Verbesserung des Dienstes für den einzelnen Nutzer verwendet, sondern auch zur "Verbesserung der Google-Dienste, einschließlich des Trainings generativer KI-Modelle für alle."

Welche Daten wird Gemini zugreifen?

Die Liste der Anwendungen, die mit Gemini verbunden werden können, ist recht umfangreich:

  • Google Fotos

  • YouTube

  • Google Workspace (Gmail, Kalender, Drive, Docs, Sheets, Slides, Keep, Tasks, Chat und Meet)

  • Google-Suchdienste (einschließlich Suche im KI-Modus, Karten, Einkäufe, Nachrichten, Flugtickets und Hotels)

Besonderes Augenmerk gilt Gmail aufgrund der Vertraulichkeit persönlicher Korrespondenz – hier wird die KI viele Informationen über den Nutzer finden. Aber der Algorithmus wird auch alle Fotos analysieren. Zum Beispiel: "Daten aus Google Fotos werden verwendet, um Ihre Interessen, Beziehungen zu Personen auf Fotos und Orte, an denen Sie waren, zu bestimmen, einschließlich der Zuordnung Ihres Gesichts zu den entsprechenden Standortdaten und Zeitstempeln."

Was analysiert die KI genau?

Google stellt fest, dass die Daten, die zwischen Gemini und angeschlossenen Anwendungen ausgetauscht werden, "gespeicherte Daten aus Suchdiensten und YouTube, E-Mails, Dateien, Ereignisse, Fotos, Videos und Standortinformationen (aus Ihrer IP-Adresse, Ihrem Gerät und Inhalten) sowie auf deren Grundlage gezogene Schlussfolgerungen" umfassen.

Das Unternehmen warnt, dass die übermittelten Daten sensible Themen betreffen können – "wie Rasse, Religion und Gesundheit oder vertrauliche Informationen."

Derzeit ist die Funktion nur für Nutzer über 18 Jahren in den USA verfügbar, die ein AI-Abonnement haben. Google plant jedoch, den Zugang in Zukunft auszubauen.

Google wurde bereits wegen der Integration von KI in Gmail kritisiert. Das neue Update, das noch mehr vertrauliche Dienste betrifft, wird voraussichtlich ähnliche Debatten über das Gleichgewicht zwischen der Bequemlichkeit der Personalisierung und dem Schutz der Privatsphäre der Nutzer auslösen.

Meinung der KI

Aus der Sicht des Wettbewerbs auf dem KI-Markt hat Google die Strategie "Daten im Austausch gegen Bequemlichkeit" gewählt, die sich deutlich von den Ansätzen von OpenAI oder Anthropic unterscheidet. Das Unternehmen verwandelt jeden Nutzer von Gmail oder YouTube in einen kostenlosen Lernassistenten für Gemini. Das Schema erinnert an das frühe, mittlerweile extremistische Facebook, als die Beiträge der Nutzer die Grundlage für Werbealgorithmen bildeten.

Historische Beispiele zeigen: Wer zuerst Zugriff auf die persönlichen Daten von Millionen von Menschen erhält, setzt die Spielregeln für Jahre im Voraus. Google kann eine Situation schaffen, in der der Verzicht auf Personalisierung wie ein Schritt in die Vergangenheit erscheint. Nutzer riskieren, in eine Bequemlichkeitsfalle zu geraten – wenn die KI so viel über dich weiß, dass das Leben ohne sie unvollständig erscheint. Wird die persönliche Intelligenz dasselbe sein wie der Facebook-Feed – unentbehrlich, bis sie zum Problem wird?

\u003ct-61/\u003e \u003ct-63/\u003e \u003ct-65/\u003e \u003ct-67/\u003e

\u003cc-42/\u003e

BTC
BTC
89,314
-1.04%