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Break-Even-Stops: Warum „Sicherheitsdenken“ oft gute Trades tötet
Das Bild, das ich hier hochgeladen habe, erklärt einen Fehler, den viele Krypto-Trader wiederholen – die Stops zu früh auf Break-Even zu verlegen.
In der ersten Phase bricht der Kurs die Unterstützung und es wird eine Short-Position eröffnet. Die Idee ist gültig. Die Struktur bricht, der Impuls folgt, und die Position bewegt sich zunächst in Ihre Richtung.
Dann kommt die emotionale Entscheidung. Der Kurs sinkt leicht, und anstatt die Position wachsen zu lassen, wird der Stop auf Break-Even verschoben, um „das Risiko zu beseitigen“. Auf den ersten Blick wirkt das verantwortungsbewusst.
Aber Märkte bewegen sich nicht in geraden Linien.
Der Kurs zieht sich zurück und testet die gebrochene Unterstützung erneut – nicht, um umzukehren, sondern um sie erneut zu prüfen. Dieses Verhalten ist normal. Doch da der Stop nun zu eng ist, wird die Position ausgeführt.
Was danach passiert, ist schmerzhaft: Die Unterstützung hält, der Impuls setzt sich fort, und der Kurs bewegt sich weiter in die ursprüngliche Richtung – ohne Sie.
Die Handelsidee war korrekt. Der Einstieg war korrekt. Die Ausstiegslogik war es nicht.
Break-Even-Stops schützen oft die Emotionen, nicht das Konto. Sie verwandeln gewinnende Trades in verpasste Chancen und erzeugen die Illusion von Sicherheit, während sie langsam die Erwartung zerstören.
Stops sollen Ideen widerlegen – nicht Unbehagen beseitigen.
Wenn der Grund, warum Sie den Trade eröffnet haben, nicht entfallen ist, ist das zu frühe Verschieben auf Break-Even keine Risikomanagementstrategie. Es ist Angstmangement.

