Powells „Rückkehr“ ist gerade zur Geschichte des Jahres geworden.
Was ursprünglich als politische Maneuvre begann, ist in eine vollwertige Handlungswendung umgeschlagen. Der gerichtliche Ermittlungsprozess gegen Trump – ursprünglich dazu gedacht, Jerome Powell unter dem Vorwand einer „Gebäuderenummerung“ zu Druck auf schnellere Zinssenkungen zu zwingen – hat genau das Gegenteil bewirkt. Anstatt ihn zu schwächen, hat er Powell zum entschiedensten Verteidiger der Unabhängigkeit der Federal Reserve gemacht.
Die Märkte reagierten sofort. Die Chancen auf Powells Ausscheiden im Mai brachen zusammen, während die Erwartungen, dass er bis 2028 bleiben wird, stark stiegen. Noch ironischer: Trumps bevorzugter dovisher Nachfolger verliert schnell an Boden, während eine eher hawkische Alternative an Beliebtheit gewinnt. Politischer Druck hat die Fed nicht gebogen – er ist spektakulär gescheitert und hat dieser Episode einen Platz als beste Finanzsatire des Jahres 2026 eingehandelt 😎
Nachdem die Ermittlungs-Highlights die Schlagzeilen dominierten, fiel der Dollar und Gold stieg, ein deutliches Signal der Märkte zugunsten einer unabhängigen Fed. Clips von Powells nächtlicher Auseinandersetzung wurden viral und fanden seltenes, parteiübergreifendes Unterstützung. Politiker beider Seiten verurteilten die politische Einmischung, und drei ehemalige Fed-Chefs unterstützten ihn öffentlich. Trumps Druck auf Zinssenkungen landete mit einem lauten Aufschlag – und Powell könnte nun sogar noch hawkischer werden, um Neutralität zu unterstreichen.
Fazit für Anleger: Zinssenkungen sind wieder datengetrieben. Sicherheitsanlagen erscheinen kurzfristig attraktiv. Verfolgt keine einfachen Politiken – konzentriert euch auf defensivere Sektoren und Anleihen mit kurzer Laufzeit. Eine Botschaft ist kristallklar: Die Unabhängigkeit der Zentralbank ist nicht verhandelbar – sie ist der Anker der Märkte.


