Plasma und XPL: Eine doppelte Erkundung der Skalierbarkeit der Blockchain
Die Kernvision der Blockchain-Technologie besteht darin, ein dezentrales, sicheres und transparentes Netzwerk für den Werttransfer zu schaffen. Mit der Expansion der Nutzerbasis und der Komplexität der Anwendungsszenarien treten jedoch zunehmend Engpässe in Bezug auf Durchsatz, Transaktionskosten und Bestätigungszeiten bei frühen Blockchains (wie Ethereum) auf, was als „Skalierbarkeitsdreieck“ bezeichnet wird. Bei zahlreichen Versuchen, dieses Dilemma zu lösen, haben Plasma und XPL als zwei repräsentative technische Paradigmen aus verschiedenen Perspektiven erkundet und gemeinsam eine doppelte Variation auf dem Weg zur Skalierung der Blockchain geschaffen.
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Plasma: Ein grandioser Plan zur schichtweisen Skalierung
Die Idee von Plasma wurde 2017 von Vitalik Buterin und Joseph Poon, den Mitbegründern von Ethereum, vorgestellt. Sie ist inspiriert vom Lightning Network von Bitcoin, verfolgt jedoch ein weitaus grandioseres Ziel. Es handelt sich im Wesentlichen um ein Off-Chain-Skalierungsrahmenwerk, das darauf abzielt, durch den Aufbau einer baumartigen, hierarchischen Blockchain-Struktur den Druck auf das Hauptnetz zu verringern.
Kernmechanismus: Plasma ermutigt zur Schaffung mehrerer unabhängiger „Sidechains“ (oder „Sub-Blockchains“) auf der Hauptkette (wie Ethereum). Jede Sidechain kann ihren eigenen Konsensmechanismus (wie PoA, PoS) und Geschäftsvorschriften haben, die speziell für die Verarbeitung bestimmter Arten von Transaktionen (wie Mikrozahlungen, Austausch von In-Game-Assets) zuständig sind. Die Geschwindigkeit der Transaktionsverarbeitung auf Sidechains ist extrem hoch, die Kosten sind extrem niedrig. Der entscheidende Sicherheitsmechanismus besteht darin, dass Sidechains regelmäßig den „Statusbeweis“ (in der Regel eine Merkle-Wurzel) an die Hauptkette übermitteln. Sobald ein Betreiber einer Sidechain betrügerisch handelt, können die Nutzer mithilfe der auf der Hauptkette gespeicherten Daten eine „Betrugsnachweis“-Herausforderung einleiten und sicher ihre Vermögenswerte zurückerhalten.
Vorteile und Beiträge:
1. Durchsatzsteigerung: Transaktionen werden auf der Sidechain ausgeführt und können theoretisch mehrere tausend bis zehntausende Transaktionen pro Sekunde verarbeiten.
2. Kostensenkung: Durch das Verlagern einer großen Anzahl hochfrequenter, geringwertiger Transaktionen von der Hauptkette wird die Gasgebühr für die Nutzer erheblich reduziert.
3. Hohe Flexibilität: Verschiedene Sidechains können für unterschiedliche Anwendungsszenarien maßgeschneidert gestaltet werden.


