Frankreichs stilles Drittel: Eine MiCA-Frist, die Europas Krypto-Landschaft umgestalten könnte
Frankreichs Finanzaufsichtsbehörde hat ein Warnsignal ausgegeben, nachdem sie enthüllt hat, dass fast ein Drittel der im Land registrierten Krypto-Firmen noch nicht angegeben hat, ob sie planen, vor der Frist am 30. Juni einen MiCA-Lizenzantrag zu stellen. Während einige Unternehmen bereits Anträge eingereicht haben und andere offen abgelehnt haben, eine Genehmigung anzustreben, bleibt ein erheblicher Teil völlig stumm — was die Aufsichtsbehörden unsicher lässt, ob diese Firmen beabsichtigen, sich zu conformieren, zu schließen oder still und leise umzuziehen.
Diese Unsicherheit kommt zu einem Zeitpunkt, an dem MiCA in der gesamten EU vollständig in Kraft tritt und strenge Kapital-, Betriebs- und Offenlegungsvorschriften für digitale Vermögenswerte einführt. Größere Akteure haben den Rahmen im Allgemeinen wegen der Klarheit, die er bringt, angenommen, aber viele kleinere Unternehmen haben Berichten zufolge Schwierigkeiten mit den Kosten und der Komplexität der vollständigen Einhaltung.
Das Fehlen von Reaktionen so vieler französischer Firmen wirft jetzt größere Fragen auf: Sind diese Unternehmen von den neuen Regeln überwältigt? Ziehen sie in Betracht, in flexiblere Jurisdiktionen zu wechseln? Oder warten sie bis zur letzten Minute, um ihr Schicksal zu entscheiden? Was auch immer der Grund sein mag, die nächsten Monate könnten einen wichtigen Wendepunkt markieren — nicht nur für Frankreich, sondern auch für die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationslandschaft des europäischen Krypto-Marktes insgesamt.