Das Digital Asset Market Clarity Act von 2025 (CLARITY Act) ist ein vorgeschlagener US-Bundesgesetzesentwurf, der darauf abzielt, einen umfassenden regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte zu schaffen, aber er ist seit Januar 2026 im Senat ins Stocken geraten. Der Gesetzentwurf beabsichtigt, klare Zuständigkeitsgrenzen zwischen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) zu schaffen.
Wichtige Bestimmungen
Das CLARITY-Gesetz schlägt einen funktionalen Ansatz vor, um digitale Vermögenswerte in drei Kategorien zu klassifizieren und die regulatorische Aufsicht entsprechend zuzuweisen:
Digitale Waren: Dies sind digitale Vermögenswerte, deren Wert intrinsisch mit der Funktionalität eines Blockchain-Systems verbunden ist (z. B. Bitcoin). Der Gesetzentwurf würde der CFTC die ausschließliche Zuständigkeit über Spotmarkttransaktionen von digitalen Waren gewähren.
Investitionsvertragsvermögen: Dies sind digitale Waren, die zu Kapitalbeschaffungszwecken verkauft werden (z. B. bei einem Initial Coin Offering). Sie würden als Wertpapiere unter der Zuständigkeit der SEC behandelt, aber diese Einstufung wäre vorübergehend und würde zu einer digitalen Ware werden, sobald sie auf dem Sekundärmarkt von einem Nicht-Emittenten weiterverkauft werden.
Erlaubte Zahlungstablecoins: Dies sind Stablecoins, die durch eine Landeswährung gedeckt und von regulierten Einrichtungen ausgegeben werden. Emittenten würden den Bankregulierungsbehörden unterliegen, aber sowohl die SEC als auch die CFTC würden die Befugnis zur Bekämpfung von Betrug und Manipulation behalten.

Aktueller Status
Der Gesetzentwurf H.R. 3633 wurde im Juli 2025 vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Sein Fortschritt im Senat wurde jedoch aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über spezifische Bestimmungen, einschließlich der Sprache, die Belohnungen (Erträge) auf Stablecoins einschränken oder verbieten würde, und hohe Hürden für tokenisierte reale Vermögenswerte (RWAs) schaffen würde, verzögert. Wichtige Akteure der Branche, wie der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, haben starken Widerspruch gegen den Gesetzentwurf in seiner aktuellen Form geäußert, was zur Entscheidung des Bankenausschusses des Senats beigetragen hat, eine kritische Abstimmung im Januar 2026 zu verschieben.
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