Michael Saylors jüngste Gegenreaktion auf die Kritiker der Bitcoin-Teasury kam defensiver rüber als gewöhnlich, was selbst eine Geschichte erzählt. Während eines Podcast-Interviews wies er Fragen zur Nachhaltigkeit als "ignorant" zurück, als er gefragt wurde, ob 200+ Unternehmen alle unbefristet Bitcoin leihen können.
Die Zahlen hinter der Spannung sind eindeutig. Die Strategie generierte 125 Millionen Dollar an operativem Cashflow bis zum 3. Quartal 2025, fast ausschließlich aus Legacy-Software. Im selben Zeitraum sammelten sie über 50 Milliarden Dollar durch Eigenkapital und Wandelanleihen und gaben fast alles für Bitcoin aus. Das sind über 99% des Kapitals aus der Emission, nicht aus dem Betrieb. In der Zwischenzeit handeln 40% der Top 100 $BTC Treasuries unter dem Nettowert, und über 60% halten Bitcoin zu Preisen über den aktuellen Niveaus.
Saylors Argument ist, dass die Bitcoin-Adoption unvermeidlich ist, wie Elektrizität. Aber die Elektrizitätsadoption erforderte keine permanente Verdünnung oder Rollovers von Wandelanleihen. Der Vergleich funktioniert konzeptionell, bricht aber operationell zusammen. Was tatsächlich getestet wird, ist nicht, ob Bitcoin wertvoll ist - es ist, ob "Eigenkapital ausgeben, um Bitcoin zu kaufen" als eigenständiges Geschäftsmodell skaliert, wenn sich die Marktbedingungen verschärfen und die Prämien auf den Nettowert komprimiert werden.
Die wirkliche Verwundbarkeit ist nicht der Preis von Bitcoin. Es ist, ob genug neues Kapital weiterhin in diese Strukturen fließt, um das Schwungrad aufrechtzuerhalten.
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