Die meisten gehackten Krypto-Projekte erholen sich nie, sagt ein Web3-Sicherheitsexperte
Ein aktueller Bericht hebt ein ernstes Problem in der Krypto-Industrie hervor: Die meisten Projekte, die gehackt werden, erholen sich nie vollständig. Laut der Web3-Sicherheitsplattform Immunefi scheitern fast 80 % der Krypto-Projekte, die mit größeren Hackerangriffen konfrontiert sind, daran, nach dem Angriff Vertrauen und Stabilität zurückzugewinnen.
Der CEO von Immunefi, Mitchell Amador, erklärte, dass das größte Problem nicht immer das Geld ist, das während eines Hacks verloren geht. Stattdessen geschieht der eigentliche Schaden, weil viele Projekte nicht auf Sicherheitsnotfälle vorbereitet sind. Die meisten Teams glauben nicht, dass sie gehackt werden können und haben keinen klaren Plan, wie sie reagieren sollen, wenn es passiert.
Amador betonte, dass die ersten Stunden nach einem Hack äußerst wichtig sind. In dieser Zeit geraten die Teams oft in Panik, streiten darüber, was zu tun ist, oder verzögern Entscheidungen. Diese Verwirrung lässt die Situation schlimmer werden und kann zu weiteren Verlusten führen.
Er wies auch darauf hin, dass einige Teams es vermeiden, Smart Contracts zu pausieren oder Benutzer zu informieren, weil sie befürchten, ihren Ruf zu schädigen. Allerdings führt Schweigen normalerweise dazu, dass die Angst zunimmt und das Vertrauen zerstört wird. In den meisten Fällen scheitern Projekte daran, sich zu erholen, weil ihre Systeme, die Kommunikation und das Vertrauen der Benutzer zusammenbrechen, nicht nur wegen finanzieller Verluste.
