Am 19. Januar fiel der Kurs $BTC von 95.467 Dollar auf 92.263 Dollar und verlor 3,3 %. In die „rote Zone“ gerieten nach Bitcoin auch führende Altcoins.
Die hohe Volatilität führte zu massiven Liquidationen auf dem Terminmarkt. In nur vier Stunden verloren Händler über 870 Millionen Dollar, wobei der Hauptschlag die langen Positionen traf.
Analysten verbanden den Rückgang mit Befürchtungen über einen möglichen Handelskrieg zwischen den USA und der EU. Die politische Spannung verstärkte den Druck auf die Investoren.
Der Forscher von Presto Research, Min Chung, bemerkte die Schwäche von Kryptowährungen im Vergleich zu traditionellen Instrumenten: Während die Aktienindizes Stabilität zeigen, verlieren digitale Vermögenswerte an Boden.
Die Analystin von BTC Markets, Rachel Lucas, betrachtet die Geopolitik nur als Teil des Problems. Als grundlegenden Grund nannte sie die regulatorische Unsicherheit in den USA, die entstanden ist, nachdem die Prüfung des Gesetzesentwurfs Clarity Act zur Struktur des Kryptomarktes ins Stocken geraten ist.
Laut Lucas befindet sich Bitcoin in einer Konsolidierungsphase, nachdem er im Oktober 2025 ein historisches Hoch von 126.000 Dollar erreicht hatte. Der Bruch des 50-Wochen-Durchschnitts führte zu automatischen Verkäufen durch algorithmische Bots.
Die Situation wurde durch den Kapitalabfluss aus Spot-Bitcoin-ETFs verschärft: Im November und Dezember verloren die Fonds 4,4 Milliarden Dollar.
Bei anhaltendem makroökonomischen Druck könnte der Kurs in den Bereich von 67.000 bis 74.000 Dollar fallen. Experten betonten jedoch: Die aktuelle Korrektur ähnelt nicht den langanhaltenden „Kryptowintern“ vergangener Jahre, da die Branche reifer geworden ist.
Offenes Interesse
Seit Jahresbeginn ist das offene Interesse (OI) bei Bitcoin-Futures um fast 13 % gestiegen. Analysten führten dies auf eine allmähliche Rückkehr der Risikobereitschaft zurück.
Laut CoinGlass ist der Wert von einem achtmonatigen Tief von 54 Milliarden Dollar (1. Januar) auf 61 Milliarden Dollar (19. Januar) gestiegen. Das lokale Maximum wurde am 15. Januar bei 66 Milliarden Dollar verzeichnet.
Der Analyst CryptoQuant unter dem Pseudonym Darkfost bemerkte, dass der Markt sich in Richtung Erholung bewegt. Die aktuelle Dynamik steht im Gegensatz zur Herbstkorrektur, als das offene Interesse aufgrund des Preisrückgangs um 17,5 % (von 381.000 BTC auf 314.000 BTC) sank.

Darkfost charakterisierte die Situation auf dem Markt als „langsame Wiederherstellung der Risikobereitschaft“. Eine Verstärkung dieses Trends könnte die bullischen Stimmungen unterstützen.
Der Markt befindet sich jedoch weiterhin in einer Phase der „Entlastung“: In Dollar ausgedrückt liegt das offene Interesse 33 % unter dem historischen Höchststand von 92 Milliarden Dollar im Oktober. Der Analyst hält eine solche Deleveraging für vorteilhaft – es bildet den Boden und schafft eine Grundlage für zukünftiges Wachstum.
Optionen haben Futures verdrängt
Der CEO von Coin Bureau, Nik Pakrin, bemerkte einen wichtigen strukturellen Wandel. In der letzten Woche überstieg das Volumen der offenen Positionen bei Bitcoin-Optionen die Werte der Futures.

Laut Checkonchain hat das kumulierte OI bei Optionen 75 Milliarden Dollar erreicht, während es bei Futures 61 Milliarden Dollar beträgt.
Pakrin ist der Ansicht, dass der Bitcoin-Markt reifer wird:
Großkapital verwendet komplexe Strategien anstelle einfacher Wetten „nach oben oder nach unten“;
Kaskadierende Liquidationen werden seltener;
Der Markt befreit sich allmählich von dem Ruf als „Casino“ und transformiert sich in ein strukturiertes Finanzsystem.
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