Die Beharrlichkeit von Trump, Zölle auf Länder zu erheben, die sich nicht an seine Strategie anpassen – und der jüngste Fokus auf Grönland – öffnet ein Szenario, das die Märkte bereits gut kennen: ein Handelskrieg, der auf Druck und Vergeltungsmaßnahmen basiert. Wenn die USA Zölle erheben, reagieren die betroffenen Länder in der Regel auf die gleiche Weise, indem sie wichtige Produkte verteuern und direkt die globalen Lieferketten beeinträchtigen.

In dieses Spiel treten Mächte wie Deutschland und Frankreich ein, die nicht nur Dänemark politisch unterstützen, sondern auch strategische Lieferanten der USA sind. Deutschland exportiert Industrieanlagen, Automobile, technologische Komponenten, chemische Produkte und medizinische Ausrüstung. Frankreich hingegen ist in Sektoren wie Luftfahrt, Luxus, pharmazeutische Produkte, Agrarindustrie und Energietechnologie entscheidend. Wenn diese Produkte Zölle erhalten, trägt nicht nur Europa die Auswirkungen: Auch der Verbraucher und die US-Industrie müssen höhere Kosten und geringere Wettbewerbsfähigkeit hinnehmen.

Solche Spannungen führen in der Regel zu drei klaren Effekten an den Märkten: Steigerung der Unsicherheit, Druck auf die traditionellen Börsen und Suche nach alternativen Anlagen. In diesem Kontext gewinnen Bitcoin und Kryptowährungen oft an Bedeutung, nicht als perfekter Zufluchtsort, sondern als dezentrale Vermögenswerte, die nicht von politischen Entscheidungen oder Handelsgrenzen abhängen.