Der **US-Dollar** navigiert Mitte Januar 2026 durch ein komplexes Umfeld und handelt um **98.5** im DXY-Index, nachdem er zu Beginn des Monats von nahe 99.4 gefallen ist. Dies spiegelt einen moderaten Rückgang inmitten anhaltender Volatilität wider, nach dem stärksten jährlichen Rückgang der Währung in acht Jahren im Jahr 2025 – ein Rückgang um über 9% – verursacht durch die Verengung der globalen Zinsdifferenzen und fiskalische Unsicherheiten.
Derzeit zeigt der Greenback Resilienz, unterstützt durch die vorsichtige Haltung der Fed. Der Leitzins bleibt stabil bei **3.5–3.75%**, wobei die Märkte keine sofortigen Zinssenkungen einpreisen (vielleicht nicht vor Mitte des Jahres oder später), da robuste Wirtschaftsdaten die tauben Erwartungen dämpfen. Gegenüber wichtigen Währungen bleibt der Dollar stark: EUR/USD schwebt nahe **1.16**, GBP/USD etwa **1.34**, und USD/JPY im mittleren 150er-Bereich, was die anhaltenden Renditevorteile unterstreicht, die Kapitalzuflüsse anziehen.
Analysten sehen eine "V-förmige" Trajektorie für 2026: eine mögliche Abschwächung in der ersten Jahreshälfte in Richtung 94–96, wenn Zinssenkungen inmitten eines sanfteren Wachstums realisiert werden, gefolgt von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte, während Zollpolitiken, fiskalische Anreize und mögliche Inflationsdrucke die Renditen nach oben drücken und die Nachfrage nach Dollar verstärken. Geopolitische Faktoren – wie Handelskonflikte und Debatten über die Schuldenobergrenze – fügen kurzfristige Schwankungen hinzu, aber strukturelle Elemente (Rohstoffpreise in USD, Sicherheitsstatus) begrenzen eine tiefgreifende Schwäche.
Insgesamt bleibt der Dollar in einer Konsolidierungsphase auf hohem Niveau – nicht dominant wie die Höchststände von 2022, aber weit davon entfernt, zu kollabieren – und balanciert politische Divergenz mit globalen Risiken. Händler beobachten kommende Daten auf Hinweise zur Richtung der Fed.


