Hedera (HBAR) nähert sich einem technischen und strukturellen Moment, den Händler seit Monaten beobachten. Nach einer längeren Phase der Konsolidierung und mehreren gescheiterten Erholungsversuchen beginnen Preisbewegungen, ETF-Ströme und das Verhalten des Spotmarktes endlich, sich auszurichten.
Was das aktuelle Setup bemerkenswert macht, ist nicht nur das aufkommende Chartmuster, sondern auch das Timing. Die gleiche Widerstandszone, die mehrere Rallyes Anfang dieses Jahres abgelehnt hat, wird jetzt zusammen mit der stärksten ETF-Nachfrage getestet, die Hedera 2026 aufgezeichnet hat.
W-Basisstruktur signalisiert Verkäufererschöpfung
Auf dem Tageschart bildet Hedera ein klar definiertes W-Muster, das allgemein als Doppelboden bekannt ist. Diese Formation tritt typischerweise auf, wenn der Preis ein wichtiges Unterstützungsniveau zweimal testet und erfolgreich hält, was darauf hinweist, dass der Verkaufsdruck nachlässt.
Im Fall von Hedera hat die Zone von $0.102 wiederholt als starker Nachfragestützpunkt fungiert. Jeder Besuch hat Käufer angezogen, was weiteren Rückgang verhinderte und eine stabile Basis schuf. Von dieser Unterstützung hat sich der Preis nach oben in Richtung des Bereichs von $0.135 gedreht, der als Nackenlinie der W-Struktur dient.
Ein bestätigter Ausbruch über diese Nackenlinie würde eine potenzielle Aufwärtsbewegung von etwa 31% projizieren und technische Ziele nahe den Zonen von $0.152 und $0.176 platzieren. Die Geschichte legt jedoch nahe, dass dieses Niveau nicht leicht überwunden werden kann.
EMA-Konfluenz verstärkt die Bedeutung des Widerstands
Frühere Rallyes scheiterten nicht aufgrund schwacher Rückgänge, sondern weil Hedera seine wichtigen exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMAs) nicht zurückgewinnen konnte. EMAs legen größeren Wert auf aktuelle Preisdaten und werden häufig verwendet, um Korrekturbewegungen von echten Trendwenden zu unterscheiden.
Anfang Januar hat HBAR kurzzeitig seinen 20-Tage-EMA zurückerobert, was kurzlebige Rallyes von 8% bis 16% auslöste. Jedes Mal stoppte der Preis nahe dem 50-Tage-EMA und rollte kurz darauf zurück.
Der gleiche 50-Tage-EMA steht jetzt nahe der Nackenlinie des W-Musters bei etwa $0.127–$0.135. Diese Konvergenz bedeutet, dass ein Ausbruch mehr als nur den Abschluss eines Chartmusters darstellen würde — es würde die erste nachhaltige Rückeroberung des mittelfristigen Trendwiderstands seit Wochen markieren.
ETF-Zuflüsse und Spot-Abflüsse deuten auf eine stärkere Nachfrage hin
Die Unterstützung der technischen Struktur ist eine klare Verbesserung der zugrunde liegenden Nachfrage. Hedera verzeichnete in der Woche vom 16. Januar 2026 die stärksten ETF-Zuflüsse mit Nettomittelzuflüssen von etwa $1.46 Millionen.
ETF-Zuflüsse repräsentieren tendenziell langfristiges, weniger häufiges Kapital. Diese Art von Nachfrage absorbiert oft das Angebot während Konsolidierungsphasen, anstatt dem Preis nach Ausbrüchen nachzujagen, was sie besonders relevant in Phasen des Basisaufbaus macht.
Zur gleichen Zeit zeigen die Daten des Spotmarktes steigende Nettomittelabflüsse von Börsen. Zwischen dem 18. Januar und dem 19. Januar stiegen die Nettospotabflüsse von etwa $882.000 auf $2.22 Millionen — ein Anstieg von mehr als 150% an einem einzigen Tag. Dieses Verhalten deutet auf Akkumulation hin, da Token von Börsen abgezogen werden, anstatt für kurzfristigen Verkauf positioniert zu werden.
Die Ausrichtung der ETF-Zuflüsse und Spot-Abflüsse deutet darauf hin, dass die Nachfrage sich unter der Oberfläche verbessert, bevor ein bestätigter Ausbruch erfolgt.
Ein Level wird den nächsten Schritt entscheiden
Momentummuster beginnen, den bullischen Fall zu unterstützen, obwohl die Bestätigung weiterhin bedingt bleibt. Während der Preis niedrigere Tiefs testet, nähert sich der Relative Strength Index (RSI) der Bildung eines höheren Tiefs — eine klassische bullische Divergenz, die häufig auf einen nachlassenden Verkaufsdruck hinweist.
Diese Divergenz bleibt gültig, solange HBAR über dem Unterstützungsniveau von $0.102 bleibt. Ein anhaltender Bruch unter diese Zone würde sowohl die Divergenz als auch die W-Struktur ungültig machen und das Abwärtsrisiko wiedereröffnen.
Auf der Oberseite würde die Rückeroberung von $0.118 eine Erholung des 20-Tage-EMA markieren. Der kritischere Wechsel erfolgt über $0.127, wo der 50-Tage-EMA liegt. Das Räumen dieses Niveaus würde früheren Widerstand in Unterstützung umwandeln und die Wahrscheinlichkeit einer Bewegung in Richtung $0.135 erheblich erhöhen, gefolgt von höheren projizierten Zielen.
Abschließende Gedanken
Hedera hat Wochen damit verbracht, eine Grundlage zu schaffen, während sich die Nachfrage allmählich verbessert. ETF-Zuflüsse stärken sich, das Angebot an Spot verengt sich und technische Strukturen ordnen sich. Dennoch hängt das Urteil des Marktes weiterhin von einem entscheidenden Level ab — dem 50-Tage-EMA.
Ob dieser Rallyeversuch erfolgreich ist oder scheitert, wird wahrscheinlich davon abhängen, wie der Preis an dieser Barriere reagiert.
Haftungsausschluss:
Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und spiegelt persönliche Analysen wider. Er stellt keine finanzielle oder Investitionsberatung dar. Die Leser sollten ihre eigenen Recherchen durchführen, bevor sie Entscheidungen über Investitionen treffen. Der Autor trägt keine Verantwortung für individuelle Investitionsergebnisse.
👉 Folgen Sie für tiefere Einblicke in den Kryptomarkt, On-Chain-Analysen und technische Analysen.
