📌 CFTC führt das Programm „Future Proof“ ein, das freigegeben wird, ist nicht eine Straffung, sondern ein Signal zur Umstrukturierung der Regulierung
Am 20. Januar kündigte der neue Vorsitzende der Commodity Futures Trading Commission (CFTC), Michael Selig, die Einführung eines Programms mit dem Namen „Future Proof“ an, das zum Ziel hat, den regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte systematisch zu aktualisieren. Diese Erklärung ist für die gesamte Krypto-Industrie von großer Bedeutung.
Selig äußerte in seiner Kolumne in der Washington Post: Das bestehende Regulierungssystem ist nicht für den aufkommenden Markt für digitale Vermögenswerte geeignet. Diese Aussage hat Gewicht, denn sie ist im Wesentlichen die erste offizielle Anerkennung, dass die in der Ära der traditionellen Finanzen entwickelte Regulierungslogik nicht mehr effektiv die Realität der Entwicklung von On-Chain-Vermögenswerten, DeFi und Krypto-Derivaten abdeckt.
Besonders erwähnenswert sind die von ihm vorgeschlagenen Regulierungsprinzipien: „minimale effektive Dosis“. Dieses Konzept betont nicht die Lockerung der Regulierung, sondern plädiert dafür, übermäßige Interventionen in Innovationen zu vermeiden, während die Sicherheit des Marktes und die Verhinderung systemischer Risiken gewährleistet sind. Mit anderen Worten, Regulierung strebt nicht mehr nach einer detaillierten Kontrolle, sondern tendiert eher zu einem prinzipien- und risikobasierten Ansatz.
Darüber hinaus erklärte Selig ausdrücklich, dass die CFTC bereit sei, die Aufsicht über den Markt für digitale Vermögenswerte zu übernehmen, wenn der Kongress relevante Gesetze zur Erweiterung der Befugnisse der CFTC verabschiedet. Diese Aussage wird weithin als: CFTC möchte in der zukünftigen Krypto-Regulierung eine zentralere Rolle spielen, anstatt weiterhin von der SEC dominiert zu werden.
Aus Marktperspektive handelt es sich hierbei nicht um sofortige positive politische Signale, aber es gibt ein klares Signal: Die amerikanischen Regulierungsbehörden wechseln von „wie man Krypto einschränkt“ zu „wie man Krypto innerhalb eines kontrollierbaren Rahmens wachsen lässt“.
Wenn die nachfolgenden Gesetze reibungslos vorankommen, könnten die Compliance-Wege für Stablecoins, DeFi und On-Chain-Derivate klarer werden. Regulierung muss nicht unbedingt verringert werden, aber die Regeln könnten besser mit der Funktionsweise digitaler Vermögenswerte übereinstimmen.
Dieses Mal ist „Future Proof“ eher eine Haltung, während die echten Veränderungen weiterhin vom legislativen Fortschritt auf Kongressniveau abhängen.