Der SEC-Vorsitzende bestätigt: Das Kryptowährungsgesetz in den USA ist fast fertig

Nach vielen Jahren der Spannungen zwischen den US-Regulierungsbehörden und der Kryptoindustrie wird in Washington ein signifikanter Wendepunkt sichtbar. Der SEC-Vorsitzende Paul Atkins bestätigte, dass das seit langem erwartete Gesetz zur Klarheit der Struktur des Marktes für digitale Vermögenswerte von 2025 bereit zur Vorlage beim US-Präsidenten ist.

Wenn es in seiner aktuellen Form verabschiedet wird, wird die Gesetzgebung nicht nur ein kurzfristiger Katalysator für den Markt sein. Stattdessen könnte sie die Entwicklung von Kryptowährungen im nächsten Jahrzehnt prägen und endlich das Ende der regulatorischen Unsicherheit einläuten, die Innovationen und institutionelle Akzeptanz behindert hat.

Das Ende des Territorienkriegs SEC–CFTC

Eines der wichtigsten Ereignisse, das von Atkinson hervorgehoben wurde, ist die Veränderung der Beziehungen zwischen zwei Schlüsselregulierungsbehörden in den USA. SEC und CFTC konkurrieren nicht mehr um die Kontrolle über den Kryptomarkt, sondern arbeiten jetzt aktiv zusammen, um ihre regulatorischen Rahmenbedingungen abzustimmen.

Dieser jurisdiktionale Konflikt war lange Zeit eines der größten Hindernisse, mit denen die Kryptoindustrie konfrontiert ist. Projekte, Börsen und Investoren hatten oft keine Klarheit darüber, ob die Wertpapier- oder Warengesetze auf sie anwendbar sind und sahen sich manchmal mit Rückverfolgungen von Zwangsmaßnahmen konfrontiert.

Die neue Gesetzgebung zielt darauf ab, dieses Problem endgültig zu lösen.

Klares Aufteilen der regulatorischen Zuständigkeiten

Der vorgeschlagene Gesetzesentwurf führt eine klare und strukturierte Verteilung der Aufsicht ein:

CFTC wird digitale Waren wie Bitcoin und andere dezentrale Vermögenswerte regulieren

SEC wird die Befugnis über Investitionstoken behalten, insbesondere während der Anfangsphase der Mittelbeschaffung und -ausgabe

Die wichtigste Neuerung im Gesetzesentwurf ist die Einführung der sogenannten „Reife-Klausel“. Sobald ein Blockchain-Netzwerk ausreichend dezentralisiert und operationell stabil ist, kann sein Token aus der Aufsicht der SEC entlassen und unter die Jurisdiktion der CFTC fallen.

Dieser Mechanismus könnte endlich den endlosen Zyklus von Zwangsmaßnahmen beenden, die zuvor Innovationen im Krypto-Sektor der USA unterdrückt haben.

Warum hat der Markt noch nicht reagiert?

Trotz der Bedeutung dieses regulatorischen Durchbruchs stehen die Kryptomärkte unter Druck. Laut Daten von CoinMarketCap ist die gesamte Marktkapitalisierung des Kryptomarktes auf etwa 3,08 Billionen Dollar gefallen, was einem Rückgang von fast 2 % in den letzten 24 Stunden entspricht.

Dieser Schritt ist jedoch in erheblichem Maße durch makroökonomische Faktoren und nicht durch Regulierung bedingt. Die neuen Handelszölle, die von Donald Trump angekündigt wurden, haben Bedenken über eine Verschärfung der globalen Liquidität ausgelöst und Investoren von riskanten Vermögenswerten wie Bitcoin und Altcoins abgehalten.

Infolgedessen bleibt die regulatorische Reform ein strukturell positives Element, und ihre volle Wirkung wird voraussichtlich über einen längeren Zeitraum spürbar sein.

Mehr als nur der Handel mit Kryptowährungen

Die Gesetzgebung geht über Börsen und Token-Märkte hinaus. Sie legt auch die rechtliche Grundlage für die Tokenisierung von Vermögenswerten aus der realen Welt, einschließlich:

Anleihen

Investmentfonds

Stablecoins

Andere Finanzinstrumente

Diese Struktur ist entscheidend dafür, dass traditionelle Finanzinstitute auf die Blockchain-Infrastruktur umsteigen können. Klare rechtliche Standards reduzieren die Compliance-Risiken und ermöglichen es Unternehmen, sich auf den Aufbau skalierbarer Systeme zu konzentrieren, anstatt sich in regulatorischen Grauzonen zurechtzufinden.

Tonwechsel bei Trump

Unter dem ehemaligen SEC-Vorsitzenden Gary Gensler basierte die Regulierung von Kryptowährungen hauptsächlich auf Zwang. Mit der Rückkehr von Donald Trump ins Amt hat sich der Ton in Washington deutlich verändert.

Der Rücktritt von Gensler hat die Tür für eine engere Zusammenarbeit zwischen den Regulierungsbehörden und der Kryptoindustrie geöffnet. Experten warnen jedoch, dass, obwohl der Fortschritt offensichtlich ist, erhebliche Lücken in der Klarheit bestehen bleiben und die endgültige Struktur des Gesetzes entscheidend sein wird.

Bis zum Frühling des institutionellen Krypto

Die Abstimmung zwischen SEC und CFTC markiert das Ende jahrelanger jurisdiktionaler Unsicherheit. Wenn es den Gesetzgebern gelingt, die verbleibenden Probleme zu lösen, könnte 2026 das Ende des regulatorischen Winters für die Kryptoindustrie in den USA und der Beginn einer neuen Phase des institutionellen Wachstums sein.

Wie ein Kommentar auf X die Situation zusammenfasste:

„Dieses Maß an Klarheit hat in der Kryptoindustrie viele Jahre gefehlt.“

#SEC , #CFTC , #CryptoRegulation