MA, EMA, MACD, RSI, KDJ, CCI, Golden Cross, Death Cross, Top/Bottom-Divergenz, Doppeltop, Kopf-Schulter-Formation, Handelsvolumen, Dreieckskonsolidierung, Fibonacci-Retracement, Wellentheorie, Wyckoff-Theorie, Elliott-Wellen-Theorie...
Sind diese überwältigenden und beeindruckenden technischen Diagramme und Analyseinstrumente glaubwürdig? Basieren sie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen?
Es folgt ein ausführlicher, sehr informativer Artikel zur technischen Analyse als Grundlage für Handelsentscheidungen. Ich werde versuchen, diese fünf Fragen im Frage-Antwort-Format zu beantworten:
Sind die zahlreichen technischen Indikatoren und Handelsstrategien, wie gleitende Durchschnitte, MACD, Elliott-Wellen und die Theorie der fraktalen Geometrie, Wissenschaft oder selbstberuhigender „Mystizismus“?
Welche Instrumente der technischen Analyse gibt es? Wie sollen wir diese Indikatoren und Theorien verstehen?
Wenn Indikatoren unzuverlässig sind, ist Trading dann nicht einfach nur Glücksspiel? Worin besteht der Unterschied zwischen Trading und Glücksspiel?
Warum scheint die technische Analyse bei der Betrachtung vergangener Wertentwicklungen immer richtig zu sein?
Wenn die technische Analyse die Zukunft nicht präzise vorhersagen kann, welchen Sinn hat es dann, sie zu erlernen? Welche Rolle spielt sie tatsächlich in einem realen Handelssystem?

Frage 1: Sind die zahlreichen technischen Indikatoren und Strategien wie gleitende Durchschnitte, MACD, Elliott-Wellen und Ichimoku-Wolke wirklich die Wissenschaft des Handels oder lediglich selbstberuhigende „Wahrsagerei-Metaphysik“?
A: Wenn man nach einer absoluten Wahrheit wie „1+1=2“ in der Physik sucht, dann erscheint das tatsächlich wie Metaphysik. In der Welt des Tradings ist es jedoch eine Kombination aus ausgeprägtem Gruppenverhalten und Marktgesetzen.
Kein Indikator kann garantieren, dass die Preise als Nächstes steigen oder fallen werden. Doch warum scheinen Indikatoren oft zu funktionieren? Warum erholen sich die Preise beispielsweise, nachdem sie auf den 200-Tage-Durchschnitt gefallen sind?
Dies beruht nicht bloß auf Aberglauben, sondern auf drei grundlegenden Prinzipien:
Zunächst zur sich selbst erfüllenden Prophezeiung: Wenn sich alle Händler, Fondsmanager und sogar Zehntausende von quantitativen Bots am Markt auf denselben „gleitenden Durchschnitt“ konzentrieren, werden sie alle gleichzeitig kaufen, sobald der Kurs diesen berührt. Nicht der gleitende Durchschnitt blockiert den Kurs, sondern diejenigen, die „an den gleitenden Durchschnitt glauben“, erschaffen durch kollektives Handeln eine Realität.
Zweitens die physikalischen Eigenschaften der Fonds (Kosten und Regression).
Speicherkosten:Der gleitende Durchschnitt ist nicht einfach nur eine Linie; er berechnet die durchschnittlichen Haltungskosten des Marktes über einen bestimmten Zeitraum. Kehrt der Kurs zum gleitenden Durchschnitt zurück, bedeutet dies, dass viele Anleger die psychologische Schwelle des „Kapitalausgleichs“ erreicht haben oder ihr Kapital schützen wollen. Die Fonds, die den Markt stützen, und diejenigen, die den Kapitalausgleich anstreben, bilden dann spontan eine gemeinsame Kraft.
Mittelwertrückkehr: Indikatoren wie MACD oder RSI messen das Ausmaß der Preisabweichung. Der Markt verhält sich wie ein Gummiband; wird es zu stark gedehnt (übermäßige Abweichung), kommt es unweigerlich zu einer physischen Gegenbewegung.
Drittens die Unveränderlichkeit der menschlichen Natur. Jeder Hoch- und Tiefpunkt in einem Candlestick-Chart ist im Grunde ein extremer Ausdruck menschlicher Gier und Angst. Da die menschliche Natur seit Jahrtausenden unverändert geblieben ist, wiederholt sich der Verlauf emotionaler Reaktionen, wodurch die beobachteten Muster entstehen.
Die Antwort auf diese Frage lautet daher: Die technische Analyse ist keine Kristallkugel zur Vorhersage der Zukunft; sie ist eher ein „statistischer Bericht über die Marktstimmung, die Kapitalkosten und die Wahrscheinlichkeit des Spielausgangs“.
Das wirft jedoch sofort eine weitere Frage auf: Analysten raten stets davon ab, den Markt vorherzusagen, und auch Sie sagen, dass die technische Analyse nicht zur Zukunftsprognose dient. Wie kann ich also Aufträge platzieren, wenn ich keine Prognosen stelle? Bevor Sie diese Frage beantworten, lesen Sie bitte Frage zwei, um die verschiedenen Arten der technischen Analyse zu verstehen.
Frage 2: Welche Methoden der technischen Analyse gibt es? Wie sind diese Indikatoren und Theorien zu verstehen?
Um dies anschaulich zu erklären, stellen wir uns den komplexen Markt als einen laufenden Athleten vor.
Candlestick-Charts sind wie die „Echtzeitbewegungen“ eines Athleten. Wenn wir uns Candlestick-Charts ansehen, können wir erkennen, wie groß der Schritt des Athleten ist, ob er nach vorne sprintet (eine große bullische Kerze) oder sich schwach fühlt und zurückweichen will (ein langer oberer Schatten).
Die Indikatoren funktionieren wie die „Sportuhr“, die er trägt. Sie überwachen Messwerte wie Herzfrequenz und Tempo. Beispielsweise messen MACD und RSI, ob die Herzfrequenz einer Person zu hoch ist, ob sie zu schnell läuft und dadurch Sauerstoffmangel und Erschöpfung erleidet oder ob sie aufgrund von Überanstrengung einen plötzlichen Herztod erleidet.
Die Trading-Theorie hingegen ist die „Verhaltenspsychologie“ des Athleten. Ob Elliott-Wellen-Theorie oder Elliott-Wellen-Theorie, sie alle untersuchen die Persönlichkeit und die Gewohnheiten einer Person. Hat er beispielsweise die Angewohnheit, „drei Runden zu laufen und sich dann eine Weile auszuruhen“?
Technische Analysen sind im Grunde keine Wahrsagerei. Vielmehr geht es darum, mithilfe eines Herzfrequenzmessers (Indikatoren) und psychologischer Berichte (Theorien) den aktuellen Zustand eines Athleten zu beobachten (Candlestick-Chart). Aus dieser Perspektive kann die technische Analyse uns objektiv helfen, das Ziel zu verstehen.
Frage 3: Wenn Indikatoren unzuverlässig sind, ist Trading dann nicht einfach nur Glücksspiel? Worin besteht der Unterschied zwischen Trading und Glücksspiel?
Antwort:
Indikatorenfehler sind häufig, und die meisten abgeleiteten Indikatoren (wie gleitende Durchschnitte und MACD) weisen eine systembedingte Verzögerung auf. Indikatoren basieren auf Vergangenheitsdaten, während sich die Marktbedingungen (Trends/Schwankungen) jederzeit ändern können.
Wer sich ausschließlich auf Schlussfolgerungen aus der technischen Analyse verlässt, spekuliert. Ein erfahrener Trader setzt hingegen auf einen „Wahrscheinlichkeitsvorteil“.
Eine bullische MACD-Divergenz bedeutet nicht, dass der Kurs definitiv steigen wird, sondern vielmehr: „Bei 65 von 100 ähnlichen Mustern in den letzten 100 Fällen ist der Kurs gestiegen.“ Händler profitieren von dieser 15%igen Wahrscheinlichkeitsdifferenz.
Wenn ein Indikator versagt, liegt das nicht daran, dass er defekt ist; es liegt schlichtweg daran, dass Sie zu den 35 % gehören, die ausfallen. Zufällige Ausfälle zu akzeptieren, ist ein unvermeidlicher Teil des Handelsrisikos.
Anders ausgedrückt: In einem ausgereiften Handelssystem sollte man sich nicht auf den Gewinn oder Verlust eines einzelnen Trades konzentrieren, sondern vielmehr auf die langfristige Gewinnentwicklung. Die meisten von uns verfallen leicht dem Extrem, alles auf einen einzigen großen Gewinn zu setzen, also alles auf einen einzigen Trade zu verwetten.
Wenn Ihnen der Gewinn oder Verlust eines einzelnen Handels übermäßig wichtig ist, sollten Sie vorsichtig sein; Ihr aktuelles Vorgehen ähnelt eher dem Glücksspiel als dem Trading.
Frage 4: Warum scheint die technische Analyse bei der Überprüfung vergangener Trades immer korrekt zu sein (die Wellen werden klar gezählt und die Unterstützungsniveaus stimmen genau)? Aber beim Live-Trading habe ich einen kompletten Blackout?
A: Das ist die größte Falle der technischen Analyse – die „Flexibilität der Interpretation“, gemeinhin bekannt als „Rückblick“.
Die sogenannte Wellentheorie besagt, dass steigende Kurse die Hauptaufwärtswelle und fallende Kurse die Korrekturwelle darstellen; unabhängig von der Zählweise können sie immer zum selben Punkt zurückkehren. Das sogenannte Unterstützungsniveau besagt, dass ein haltendes Niveau als solider Boden und ein durchbrochenes Niveau als gültiger Ausbruch (Unterstützung wird zum Widerstand) bezeichnet wird.
Wenn man die Antwort nimmt und nach dem Lösungsweg sucht, findet man immer den richtigen Ansatz, egal wie man es betrachtet.
Die retrospektive Analyse ist wie die Vogelperspektive; die Lösung liegt klar auf der Hand. Live-Trading hingegen gleicht dem Nebel des Krieges; rechts ist es stockfinster. Viele Anfänger glauben, technische Analyse ließe sich „auf jede erdenkliche Weise erklären“, weil sie dem „Überlebensbias“ verfallen – sie erinnern sich nur an die Charts, die die Theorie bestätigen, und ignorieren selektiv die Momente, in denen sie sich als falsch erwiesen haben.
Frage 5: Wenn die technische Analyse die Zukunft nicht präzise vorhersagen kann, welchen Sinn hat es dann, sie zu erlernen? Welche Rolle spielt sie tatsächlich in einem realen Handelssystem?
Antwort:
Bitte beachten Sie Folgendes: Die technische Analyse ist nicht dasselbe wie ein Handelssystem; sie ist lediglich ein „Auslöser“ innerhalb des Systems.
Ein vollständiges Handelssystem muss drei Teile umfassen:
Technische Analyse (Signale): Die Frage „Wann kaufen?“ beantworten.
Geldmanagement (Abwehr): Die Probleme lösen, wie viel man kaufen soll und was man tun soll, wenn man einen Fehler macht.
Trading-Denkweise (Ausführung): Die Frage lösen, ob man seine Positionen halten kann oder nicht.
Ändern Sie Ihre Handelssprache von Formulierungen wie „Von hier wird es definitiv steigen“ hin zu „Die Bullen sind an dieser Position stärker, die Wahrscheinlichkeit einer Aufwärtsbewegung ist höher, das Risiko-Rendite-Verhältnis ist gut und es ist ein guter Zeitpunkt zum Handeln.“
Die eigentliche Anwendung besteht nicht darin, vorherzusagen, „dass der Kurs morgen definitiv steigen wird“, sondern darin, Strategien zu entwickeln. Beim Trading geht es nicht um Vorhersagen, sondern um Reaktionen.
Die technische Analyse befasst sich ausschließlich mit der „Eintritts- und Austrittsstruktur“ und behandelt Folgendes:
Wo soll ich anfangen zu experimentieren und Fehler zu machen?
Und was mache ich, wenn ich einen Fehler mache?
Übrigens, habe ich noch Platz für mehr?
Aber das kann es nicht lösen:
Haben Sie Ihre Position überstrapaziert?
Hast du dich nach einer Reihe von Niederlagen verändert?
Bist du geflohen, bevor du Geld verdient hast?
Wenn Sie Geld verlieren, halten Sie dann stur an Ihren Aktien fest...?
Trading ist im Wesentlichen eine Reise der Selbstkultivierung.
Technische Analyse ist kein Zauberstab, der Blei in Gold verwandelt; sie gleicht eher einer Reihe von Spiegeln. Ungeduld führt zu häufigen Fehlsignalen; Gier hingegen sieht unbegrenztes Aufwärtspotenzial. Nur wer ruhig bleibt und dem System konsequent folgt, kann diese Fehlsignale durchschauen und den wahren Puls des Marktes erkennen.
Man muss es weder verklären noch verteufeln. Es ist der Gehstock, den man im dunklen Nebel des Marktes festhält. Er kann einen zwar nicht vor dem Stolpern bewahren, aber er gibt einem zumindest die Gewissheit, ob man festen Boden unter den Füßen hat oder am Abgrund steht.
Mögest du im Jahr 2026 nicht nur durch Trading Geld verdienen, sondern auch inmitten der Unsicherheit deine Gelassenheit und Ruhe finden.