Um im Rahmen eines Compliance-Rahmens innovativ zu sein, wird Dusk wahrscheinlich versuchen, in einen "Sandbox" (Regulierungsumgebung) eines Finanzaufsichtsorgans einzutreten. In diesem geschützten "Gewächshaus" kann es vorübergehende Ausnahmen erhalten und unbesorgt Technologien testen. Doch dies bringt eine tiefere "Ausbox-Angst" mit sich: Wie kann der Erfolg innerhalb der Sandbox in eine skalierbare Existenz außerhalb der Sandbox umgewandelt werden? Die Sandbox ist im Wesentlichen regional, mit strengen Fristen und Begrenzungen für den Umfang der regulatorischen Pilotprojekte. Eine Dusk-Anwendung, die innerhalb der Sandbox der niederländischen Zentralbank als machbar bestätigt wurde, erhält nicht automatisch die Genehmigung für den Betrieb in Großbritannien, den USA oder Singapur. Sie muss in jedem Zielmarkt den gesamten langen, kostspieligen und ungewissen Antrag- und Genehmigungsprozess erneut durchlaufen. Und Blockchain-Netzwerke sind von Natur aus global und grenzenlos. Das bedeutet, dass Dusk gezwungen sein könnte, einen schwierigen Weg der "fragmentierten Compliance" zu gehen: für die EU, die USA und Asien jeweils Variantenprotokolle oder Module zu entwerfen, die den extrem komplexen lokalen Anforderungen entsprechen. Dies wird nicht nur die Netzwerk-Effekte zerreißen, sondern auch untragbare Entwicklungs- und Compliance-Kosten mit sich bringen. Regulierungs-Sandboxes erscheinen wie eine Abkürzung zum Mainstream, sind aber wahrscheinlich nur eine raffinierte Falle, die "Gewächshausblumen" hervorbringt, die sich nicht an die strengen äußeren Bedingungen anpassen können. Projekte beweisen die technische Machbarkeit im Gewächshaus, könnten jedoch entdecken, dass die echte Geschäftswelt aus unzähligen nicht miteinander verbundenen Sandboxes besteht, die eine Einöde bilden. #dusk $DUSK @Dusk