Muss man wirklich solche „kernwaffenartigen“ Grafikkarten für das Mining verwenden? Walrus (WAL) bringt eine „Hardware-Entzauberung“ in die Speicherwelt.
In unserer Branche gibt es eine unausgesprochene Regel, die besagt, dass man, um Speicher-Knoten zu betreiben, es so machen muss wie im Wettrüsten. Der Verpackungsprozess (Sealing) von Filecoin hat allein in Bezug auf den Arbeitsspeicher und die GPU eine Hürde geschaffen, die 99 % der Kleinanleger abgeschreckt hat, während die übrigen in großen Minen als Teil eines Ganzen arbeiten. Aber Walrus (WAL) hat diesmal einen sehr unkonventionellen Ansatz gewählt; es hat sich durch den Einsatz von Algorithmen den Hardware-Hürden entledigt. Dank der verbesserten zweidimensionalen Fehlerkorrekturtechnik Red Stuff benötigt der Knoten beim Verarbeiten von Datenschnitten nicht wie bei PoRep intensive Berechnungen mit Nullwissenbeweisen; selbst normale Server oder leistungsstärkere Heimcomputer können das problemlos bewältigen.
Dieses „schwerpunktmäßige Algorithmus-Design“ hat das ursprünglich den Giganten vorbehaltene Geschäft in eine echte verteilte Infrastruktur verwandelt. Man muss wissen, dass das größte Problem im Speichernetzwerk nicht darin besteht, dass man nichts speichern kann, sondern die Datenwiederherstellung nach einem Knotenabbruch. In traditionellen Architekturen bedeutet die Wiederherstellung verlorener Daten oft, dass enorme Rechenressourcen benötigt werden, um sie erneut zu verpacken. Im Netzwerk von Walrus ist dies jedoch nur eine einfache lineare Algebraoperation, so schnell, dass man kaum reagiert, und die Daten sich bereits auf anderen Knoten „selbst heilen“. Wenn die Kosten für die Netzwerkwartung von „Grafikkarten verbrennen“ zu reinem „Bandbreite bündeln“ übergehen, dann tauscht Walrus tatsächlich Technik gegen Fairness; schließlich ist Dezentralisierung erst dann mehr als ein leeres Versprechen an Investoren, wenn selbst das Heimnetzwerk zu einer Stütze des Netzwerks werden kann.

