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Plasma fühlt sich nicht wirklich wie ein weiterer Teilnehmer im "schnellen L1"-Rennen an. Es liest sich mehr wie ein Zahlungsnetzwerk, das zufällig eine Blockchain verwendet, anstatt eine Blockchain zu sein, die versucht, ein Zahlungsnetzwerk zu werden. Diese Unterscheidung ist wichtig. Wenn Anwendungen die Gaskosten absorbieren und Benutzer einfach USDT bewegen, verschwindet eine enorme Menge an Reibung. Keine Gebührenberechnung, kein Token-Hantieren, keine kognitive Überlastung. Aus der Sicht des Benutzers fühlt es sich weniger wie Krypto und mehr wie Geld an, das einfach funktioniert.

Aber diese Bequemlichkeit bringt einen subtilen Kompromiss mit sich. Wenn Benutzer keine Gaskosten mehr zahlen, hören sie auch auf, die Nachfrage direkt auszudrücken. Der übliche Feedbackzyklus—wo Stau, Gebühren und Priorität signalisieren, was den Menschen wichtig ist—verblasst. Die Macht verschiebt sich leise von einzelnen Benutzern hin zu den Entitäten, die entscheiden, welche Transaktionen es wert sind, gefördert zu werden. Im Laufe der Zeit wird der Einfluss nicht offensichtlich bei Validierern oder Blockproduzenten konzentriert. Er wird bei denen liegen, die die Subventionsrichtlinien, Ratenbeschränkungen und den Zugang zu "kostenlosen" Flüssen kontrollieren.

Das ist nicht unbedingt ein Mangel. Tatsächlich ist es genau so, wie die meisten großangelegten Zahlungssysteme in der realen Welt bereits funktionieren. Händler zahlen, Verbraucher nicht, und das System optimiert für Volumen und Zuverlässigkeit anstatt für individuelle Souveränität. Plasma scheint diesen Handel bewusst zu betreiben. Die offene Frage ist nicht, ob dieses Modell funktioniert—es funktioniert eindeutig in großem Maßstab—sondern ob die Governance rund um Subventionen transparent genug bleibt, damit das Netzwerk sich nicht langsam in eine geschlossene Bahn mit einem Blockchain-Etikett verwandelt.

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