Die Prognose von BlackRock für 2026 positioniert Ethereum als zentrale Infrastruktur für die Tokenisierung und stellt es als potenzielle "Mautstraße" dar, anstatt als direkte Wette auf den Preis von ETH. Während BlackRock angibt, dass über 65 % der tokenisierten Vermögenswerte auf Ethereum sitzen, zeigen neuere Daten, dass dieser Anteil fluid ist und bereits sinkt, da die Emission auf andere Blockchains verteilt wird.

Die zentrale Frage für Investoren ist nicht, ob die Tokenisierung wächst, sondern ob die gebührenpflichtige Abwicklung weiterhin über Ethereum-verknüpfte Wege fließt, insbesondere da Rollups und Multi-Chain-Designs proliferieren. Rollups ermöglichen es Ethereum, eine Abwicklungsrolle zu behalten, während die Ausführung und die Gebührenzahlungen woanders verschoben werden, was die Mautstraßen-These kompliziert.

Tokenisierte Bargeld und Stablecoins könnten massive On-Chain-Durchsatzraten antreiben, aber die Messung der realen wirtschaftlichen Aktivität erfordert das Herausfiltern von bot-gesteuertem „Lärm“. BlackRock stimmt mit Visas engerer Definition von organischer Nutzung überein und betont die Nachfrage nach Abwicklungen über die Transaktionsvolumina.

Gleichzeitig sind institutionelle Produkte wie BlackRocks BUIDL-Fonds bereits Multi-Chain und reduzieren die Abhängigkeit von einem einzigen Netzwerk. Insgesamt bleibt Ethereum die führende Basisschicht für tokenisierte Vermögenswerte, aber die langfristige Wertschöpfung wird von Marktanteil, Abwicklungsort und der Interpretation der Investoren hinsichtlich der organischen On-Chain-Aktivität abhängen, während die Tokenisierung skaliert.