„Die Welt tritt in eine Ära der Großmachtpolitik ein“, warnt der deutsche Kanzler in Davos 2026

DAVOS, Schweiz — In einer eindrucksvollen Ansprache beim Weltwirtschaftsforum Jahrestreffen 2026 warnte der deutsche Kanzler Friedrich Merz, dass die globale geopolitische Ordnung einen dramatischen Wandel durchläuft — einen, der einen Übergang von dem kooperativen, regeln basierten System darstellt, das nach dem Kalten Krieg entstand, zu einer Ära, die von den Dynamiken der Großmachtpolitik geprägt ist.

In seiner Rede am 22. Januar 2026 vor einem Publikum aus Weltführern, Unternehmensleitern und politischen Entscheidungsträgern beschrieb Merz die sich entwickelnde globale Landschaft als „nicht gemütlichen Ort“ und warnte, dass eine Welt, in der „Macht zählt“ über Normen und multilaterale Regeln, tiefe Risiken für Nationen aller Größen birgt.

Entwirrung der Nach-Kalten-Kriegs-Ordnung

Merz argumentierte, dass die internationale Ordnung der letzten drei Jahrzehnte — verankert im Völkerrecht — unter Druck steht. Ereignisse wie Russlands Invasion in die Ukraine haben deutlich signalisiert, dass geopolitische Konkurrenz zurück ins Zentrum der internationalen Beziehungen kommt, sagte er.

Er wies auf drei Kräfte hin, die die Weltbühne neu gestalten:

Russlands Aggression in der Ukraine, die er als den dramatischsten Ausdruck der neuen geopolitischen Ära bezeichnete.

Chinas Aufstieg mit „strategischem Weitblick“ in die Ränge der Großmächte.

Eine Neugestaltung der Außen- und Sicherheitspolitik der USA, die Merz als einen eher transaktionalen und machtorientierten Ansatz Washingtons bezeichnete.

Unter diesen Druckbedingungen sagte Merz, dass die alte Weltordnung „in atemberaubendem Tempo“ zerfällt, und Nationen nicht länger davon ausgehen können, dass internationale Zusammenarbeit automatisch vorherrschen wird.

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