Kann Ripple wirklich eine Bedrohung für traditionelle Banken darstellen?
Immer häufiger wird in der XRP-Community die These aufgestellt, dass Ripple aufhört, ein „Überweisungsunternehmen“ zu sein, und beginnt, eine vollwertige Banken-Infrastruktur aufzubauen.
Im Dezember 2025 wies Vincent Van Code darauf hin, dass Ripple die jahrzehntelangen Einnahmequellen der Banken angreifen könnte:
Staatsanleihen, Geldüberweisungen und Treuhanddienste.
Seiner Meinung nach hat Ripple heute bereits drei entscheidende Elemente, die zuvor fehlten:
Technologie, Regulierung und Kapital.
Was hat Ripple im Jahr 2025 gemacht?
• Übernahme von Hidden Road für 1,25 Mrd. USD (heute Ripple Prime, ~3 Billionen USD Volumen jährlich)
• Kauf von Rail – einer Stablecoin-Zahlungsplattform
• Übernahme von GTreasury für 1 Mrd. USD
• Beitritt von Palisade zum Ökosystem
• Erhalt einer bedingten Genehmigung für Bankgeschäfte
All dies hat die Erzählung um Ripple stark verändert. Immer weniger wird er als Zahlungsunternehmen wahrgenommen, und immer häufiger als potenzieller Konkurrent traditioneller Finanzinstitutionen.
Was könnte das für den XRP-Preis bedeuten?
Google Gemini, das das Thema aus der Perspektive globaler Liquidität und nicht aus Spekulationssicht analysiert, hat mehrere Szenarien aufgezeigt:
• moderates Szenario (5 Jahre): 12,50–18 USD
entsprechend der Prognose von Standard Chartered für 2028
• optimistisches Szenario (ca. 10 % der globalen Abwicklungen): 25–50 USD
• sehr ambitioniertes Szenario: über 100 USD, wenn XRP zum globalen Standard für Abwicklungen werden würde
Gemini betont jedoch, dass Liquidität und Adoption entscheidend bleiben, und dass Bedrohungen unter anderem von
Stablecoins (einschließlich RLUSD), dem Druck der Zentralbanken und neuen Regulierungen wie dem amerikanischen GENIUS-Gesetz ausgehen.
Fazit:
Ripple zielt eindeutig höher als je zuvor.
Wird es tatsächlich eine Bedrohung für Banken darstellen? Das weiß der Markt noch nicht.
Aber eines ist sicher: Es ist kein kleines Überweisungsunternehmen mehr.

