In der Erzählung über die Tokenisierung von realen Vermögenswerten ist Compliance die Voraussetzung für das Eintreten von Institutionen. Doch die zentrale Eigenschaft der Blockchain-Technologie, die "Unveränderlichkeit", wird angesichts von Datenschutzgesetzen wie der DSGVO (Allgemeine Datenschutzverordnung) zu einem erheblichen Compliance-Hindernis.
Die Vorgängergeneration der Speicherprotokolle, vertreten durch Arweave, setzt auf "dauerhafte Speicherung, niemals gelöscht". Das ist technisch romantisch, aber rechtlich fatal. Wenn ein Gericht verlangt, ein Finanzdokument mit sensiblen personenbezogenen Daten zu löschen, kann Arweave das nicht tun, weshalb traditionelle Finanzinstitute vorsichtig sind.
Walrus hat diesen Schmerzpunkt scharfsinnig erkannt. Es führt das Konzept der "programmierbaren Speicherung" ein, das die rechtskonforme Modifikation und Löschung von Daten unterstützt. Das bedeutet nicht, dass Daten unsicher sind, sondern dass die Eigentümer der Daten (die Inhaber der privaten Schlüssel) das vollständige Verfügungsrecht über die Daten besitzen, einschließlich des "Rechts auf Vergessenwerden".
Dieses Merkmal bricht den Fluch, dass "Blockchain nicht konform sein kann", und beseitigt die rechtlichen Bedenken von Institutionen bei der Annahme von dezentraler Speicherung. Im Wettbewerb um den Billionen-Dollar-RWA-Markt hat Walrus mit diesem Design bereits das Ticket zur traditionellen Finanzwelt erhalten.

