Manchmal ist es unangenehm, wie sehr Plasma XPL wie ich selbst fühlt. Nicht auf die stolze Weise, wie Menschen über Gründerübereinstimmung sprechen, sondern mehr auf die exponierte Weise. Die Zögerlichkeiten, das Überdenken, das stille Selbstbewusstsein, das spät auftaucht. Ich habe es nicht so gestaltet. Es geschah einfach, während ich nicht aufpasste.
Wenn es vorsichtig statt schnell bewegt, erkenne ich diesen Instinkt. Es gibt einen gemeinsamen Widerstand gegen Lärm, eine Tendenz, länger als erwartet innezuhalten. Zuerst dachte ich, das sei ein Fehler im Projekt. Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Es könnte einfach Ehrlichkeit sein, die durchdringt.
Es gibt Tage, an denen meine Unsicherheit direkt in Entscheidungen blutet. Ich merke es, wenn ich zögere, etwas voranzutreiben, nicht weil es falsch ist, sondern weil ich noch nicht bereit bin, es zu verteidigen. Plasma XPL spiegelt diese Pause wider. Es wartet mit mir. Diese Reflexion kann je nach Tag beruhigend oder gefährlich sein.
Ich habe versucht, mich vom Projekt zu trennen. Abstand zu schaffen. Zu tun, als wäre es nur ein System, eine Struktur, etwas Objektives. Das funktioniert nie ganz. Plasma XPL absorbiere die Stimmung, ob ich es will oder nicht. Wenn ich ruhig bin, fühlt es sich stabil an. Wenn ich zweifle, fühlt sich alles fragiler an, als es wahrscheinlich ist.
Was mich ein wenig erschreckt, ist die Erkenntnis, dass die Behebung von Plasma XPL manchmal bedeutet, Teile von mir selbst zu beheben, die ich lieber ignorieren würde. Die Notwendigkeit loszulassen, zu früh im Recht sein zu müssen. Das Projekt lässt mich nicht hinter Abstraktionen verstecken. Es spiegelt alles zurück, was ich hineinbringe.
Dennoch hat dieser Spiegel seinen Wert. Er zwingt zu einer Art Übereinstimmung, die man nicht fälschen kann. Wenn ich mich beeile, fühlt sich Plasma XPL gehetzt an. Wenn ich langsamer werde und meinem Denken vertraue, atmet das Projekt leichter. Diese Rückkopplungsschleife ist leise, aber hartnäckig.
Dass Plasma XPL ein Spiegel meiner Unsicherheit ist, macht es nicht schwächer. Es macht es menschlich. Und vielleicht ist das der Punkt. Nicht den Zweifel zu beseitigen, sondern etwas zu schaffen, das ehrlich neben ihm existieren kann.

