Iran ist seit dem 8. Januar 2026 seit zwei Wochen fast vollständig ohne Internet, mit Zugang nur zu einem staatlich kontrollierten internen Netzwerk. Obwohl in den letzten Stunden einige Beschränkungen in Messaging-Anwendungen aufgehoben wurden, bleibt die internationale Konnektivität minimal und stark gefiltert.
📌 Kontext des Blackouts
Beginn der Blockade: 8. Januar 2026.
Offizieller Grund: Unterdrückung massiver Proteste, die durch den Fall des Rial ausgelöst wurden und mit Forderungen nach politischem Wandel einhergehen.
Dauer: 14 aufeinanderfolgende Tage ohne Zugang zum globalen Netzwerk.
Eingeschränkter Zugang: nur zu einem nationalen Intranet mit lokalen Diensten und staatlichen Medien.
Hauptauswirkungen
Kommunikation: Bürger sind vom Ausland abgeschnitten, was Anrufe, E-Mails und soziale Netzwerke erschwert.
Wirtschaft: lokale Unternehmen sind stark betroffen, insbesondere der Online-Handel und internationale Überweisungen.
Gesellschaft: Unsicherheit und Fehlinformation; Fragen wie „Hast du Internet? Weißt du, wann es zurückkommt?“ wiederholen sich auf den Straßen von Teheran.
Anzeichen für teilweise Öffnung
Messaging-Anwendungen: seit dem 22-23. Januar ist eine größere Verfügbarkeit von WhatsApp, Telegram und Arbeitsdiensten zu beobachten.
VPNs: mehr Tunnel können sich verbinden, obwohl mit starker Filterung („Filternet Plus“).
Aktueller Status: die beobachtbare internationale Konnektivität bleibt niedrig; es gibt keine offizielle Ankündigung zur vollständigen Wiederherstellung.
Risiken und Konsequenzen
Politisch: der Blackout zielt darauf ab, den Informationsfluss zu kontrollieren und das Ausmaß der Unterdrückung zu verbergen.
Humanitär: es schränkt die Fähigkeit ein, Missbräuche zu melden und internationale Unterstützung zu erhalten.
Technologisch: es verstärkt die Abhängigkeit vom staatlichen Intranet, mit dem Risiko einer verlängerten digitalen Isolation.
👉 Zusammenfassend: Iran hat zwei Wochen ohne globales Internet hinter sich, mit schwerwiegenden sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen. Obwohl es zaghafte Anzeichen für eine Wiedereröffnung in Messaging-Apps gibt, bleibt das Land praktisch vom Rest der Welt getrennt.